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Island Forum
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Flugstornierungen von Germanwings
geschrieben von DieterX
Germanwings hat wohl diese Woche wegen dem Vulkan alle Flüge von D nach Island bis Anfang Juni kurzfristig gecancelt. Die betroffenen Passagiere wurden per email informiert.
Man bekommt zwar den Ticketpreis zurück, von einem darüber hinaus gehenden Schadenersatz ist da nicht die Rede in dem email.
Ich kann daher nur jedem empfehlen, daraus entstandene Folgeschäden bei Germanwings geltend zu machen. Da meines Wissens alle anderen Fluggesellschaften im Moment nach Island fliegen, kann es ja auch keine Warnung der Behörden geben.
Wenn von uns einer einen Flug storniert, weil er Angst vor dem Vulkan hat, muss er saftige Stornogebühren bezahlen. Wenn Germanwings die Flüge storniert, weil ihnen der Aufwand bei evtl. auftretenden Störungen im Flugverkehr zu groß ist, sollen die ruhig auch den entstandenen Schaden bezahlen. Wer also umbucht und die im Moment teilweise doppelt so hohen Preise bei Icelandair bezahlen muss, sollte den Schaden also schriftlich geltend machen bei Germanwings.
Vielleicht waren die Flüge nur schwach gebucht und die Fluggesellschaft macht sichs auf diesem Wege einfach, um nicht fliegen zu müssen?
Es wäre schön, wenn wir uns hier mit den gemachten Erfahrungen austauschen könnten.
Ich vermute sehr, dass sie zu wenig Plätze verkauft haben und jetzt "Sicherheitsgründe" vorschieben, um keinen Schadensersatz leisten zu müssen. Sonst fliegen die doch auch bei übelstem Wetter, wenn nur die Maschine voll ist. Bin mal gespannt, ob die Air Berlin Flüge stattfinden werden. Meine Freundin möchte in der Nacht auf Montag mit Air Berlin von Keflavik nach Düsseldorf fliegen... Man kann momentan nur empfehlen, rechtzeitig (zu günstigen Preisen) bei Icelandair zu buchen
Germanwings? Ich finde, die sind ganz schön inkompetent! Haben mir nichtmal gesagt, dass mein Flug (Isl->Dtl) heute storniert ist. Das habe ich zufällig über irgendeine Facebook Seite herausgfeunden.
Dann musste ich sie erst anrufen und fragen, bis sie es mir bestätigt haben!
Natürlich ist mein umgebuchter Flug mit Airberlin jetzt um einiges (!) teurer. Natürlich will mir die Differenz keiner bezahlen.
Ich persönlich denke auf jeden Fall, dass es GW zu heikel war den Flughafen KEf anzumieten, falls sie Flüge streichen müssen wegen dem Vulkan, rentiert sich das nämlich nicht mehr für sie. Ich finde es egoistisch.
Nun gut.
Mir wurde noch nicht einmal per e-Mail mitgeteilt, dass mein Flug am 21.5. gestrichen wurde. Zum Glück ließ sich bei Air Berlin eine Alternative finden. Kosten: 155 statt 39 Euro. Auf meine Reklamation per e-Mail haben sie nicht bzw. noch nicht reagiert. Wenn ich was höre, melde ich mich an dieser Stelle nochmal.
> Vielleicht waren die Flüge nur schwach gebucht
> und die Fluggesellschaft macht sichs auf diesem
> Wege einfach, um nicht fliegen zu müssen?
Naja, wird bei Ryanair auch so gehandhabt (kurzfristige Flugstreichung bei zu geringer Auslastung), aber Schadensersatz gibt's auch da keinen, lediglich den Flugpreis zurück.
ja bitte unbedingt melden, wenn die reklamation durchkommt! an welche email hast du es geschickt?
Germanwings hat sich auch nach über 2 Wochen nicht gemeldet auf meine Anfrage, in welchem Paragraphen ihrer ABB´s das geregelt ist, dass sie 2 Wochen lang alle Flüge stornieren dürfen, ohne dass es einen zwingenden Grund gibt (Behördenwarnungen, etc.). Da andere Fluggesellschaften wie Icelandair auch in dieser Zeit ohne jegliche Probleme geflogen sind, kann es für die Flugstornierungen von GW eigentlich nur einen Grund geben: Sie hatten zu wenig Buchungen und versuchen, den Schaden nun auf dem Rücken der Passagiere abzuwälzen.
Da auch nach über 2 Wochen noch keine Antwort kam, versuchen die wohl, das ganze auszusitzen.
Jeder, der einen Flug storniert, weil er z.B. Sorge hatte wegen dem Vulkanausbruch, bleibt auf hohen Stornogebühren sitzen. Daher sagt mein Rechtsgefühl, daß auch GW den finanziellen Mehraufwand bei Umbuchung auf andere Fluggesellschaften erstatten muss. Ich gebe denen nun noch ein paar Tage Zeit, wenn kein vernünftiges Angebot zum Schadensausgleich kommt, werde ich wohl leider einen Rechtsanwalt beauftragen müssen, das ganze zu regeln.
Falls hier noch jemand Infos zu dem Thema hat, bitte hier im Forum mitteilen, damit alle die Chance haben, entsprechend zu reagieren.
Schadenersatzforderungen an GW am besten an folgende email-Adresse: buchungsinfo@germanwings.com
Inzwischen kam doch noch eine Antwort von Germanwings (nach fast 4 Wochen Bearbeitungszeit).
Zum Schadenersatz konnten sie zwar noch keine Auskunft geben, aber immerhin soll ich jetzt mal meine Belege und Unterlagen einreichen.
Germanwings hat sich nun auch für die Flugstornierung und für die Auswirkungen entschuldigt... immerhin schon mal was.
Wer also ebenfalls von den Flugstornierungen bei Germanwings Ende Mai betroffen war, sollte seine entstandenen Schäden nun zügig geltend machen. Ich halte die Chancen für recht gut, dass die um einen angemessenen Schadenersatz nicht rumkommen. Denn es gab keinen greifbaren Grund für die Stornierung der Island-Flüge, der Vulkan war ja kaum noch aktiv in dieser Zeit und alle anderen Airlines sind auch problemlos geflogen.
Inzwischen habe ich von Germanwings schon mal die Zusage, dass ein Teil der Mehrkosten für die Umbuchung auf einen teuereren Flug von Icelandair übernommen wird. Allerdings versuchen die wohl nach wie vor, Ihre Kunden mit Teil-Erstattungen des entstandenen Schadens ruhig zu stellen.
Die wissen sehr wohl , dass sie mit ihren grundlosen Flugstornierungen rechtlich auf schwachen Beinen stehen. Ansonsten hätten Sie den Schadenersatz komplett abgelehnt.
Das ganze geht nun also weiter. Alle die ebenfalls betroffen sind, sollten nicht locker lassen und auf Schadenersatz bestehen.
lg
Dieter
Die Strategen von Germanwings scheinen langsam zu merken, daß ihre Kunden nicht soo doof sind und sich alles gefallen lassen. Einem der Geschädigten wurde inzwischen eine Pauschale von 400 EUR angeboten als Schadensersatz.
hier nachzulesen:
[ forum.airliners.de]
Wer also ebenfalls von den grundlosen Flugstornierungen Ende Mai betroffen war, sollte nicht locker lassen und notfalls einen Anwalt einschalten. Die Chancen in ähnlich gelagerten Fällen dürften recht gut sein, neben der bereits erstatteten Ticketausgaben die Pauschale von 400€ zu bekommen sowie ggf. die Differenz zu dem ersatzweise gebuchten Islandflug mit einer anderen Fluggesellschaft.
lg
Dieter
Tja, so was kann einem halt passieren, wenn man mit Billigfliegern fliegt.
Die Leute, die jetzt tatsächlich eine Pauschale von 400€ angeboten bekommen sollten damit allerdings wirklich zufrieden sein. Wer für den im Mai stornierten Flug nur 39€ bezahlt hat kann halt nun wirklich nicht mehr erwarten. Wer jetzt noch was von zuzüglich "ggf. die Differenz zu dem ersatzweise gebuchten Islandflug" schreibt wirkt so als könnte er den Hals nicht vollkriegen.
Ich kenne einige Leute, die letzten Winter wegen der tollen, unpünktlichen Deutschen Bahn ihre Flüge verpasst haben, teuer umbuchen mussten und ausser der Bahnfahrkarte gar nix erstattet bekamen. Und das völlig rechtens. Die Mai-Germanwings-Flieger sollten sich also mal schön entspannen und mit dem 400€ Angebot sehr zufrieden sein.
@Froni: Danke für die guten Tips :-)
Falls Du wirklich mal einen Island-Flug mit Germanwings (4U) für 39 € findest, wäre es toll, wenn Du uns mal mitteilst, wo es den gibt. Wenn Du Glück hast, bekommst Du am letzten Flugtermin nach Island am Ende der Saison einen one-way-Flug für diesen Preis. Aber bestimmt keinen Hin- und Rückflug zu den normalen Reisezeiten.
Bevor Du so große Töne spuckst, solltest Du erst mal fragen, was die Betroffenen denn bezahlt haben. Oder Du liest es in den entsprechenden Beiträgen nach. Falls Du dazu keine Zeit oder Lust hast, dann spar Dir besser auch die Zeit für solche unqualifizierten Beiträge und "entspann" Dich auf andere Art :-)
Ich selbst habe bei Deinem "Billigflieger" meinen Island-Flug für 378 € gebucht. Ein durchaus üblicher Preis bei denen für Island und bestimmt kein Schnäppchen. Gebucht 4 Monate vor dem geplanten Abflug.
4 Tage vor Abflug dann die Flugstornierung mit der Ausrede "Aschewolke". Lt. Gesetz wäre 4U verpflichtet gewesen, die Betroffenen über ihre Rechte zu informieren und auf alternative Beförderungsmöglichkeiten umzubuchen, sofern das gewünscht wird. Den genauen Gesetzestext bitte selbst nachlesen, falls es Dich interessiert.
Mit Glück habe ich dann noch einen Flug bei Icelandair erwischt für einen ähnlichen Zeitraum. Kostenpunkt 600 €.
Der gesamte materielle Schaden (Belege liegen 4U schon längst vor) beläuft sich bei mir auf knapp 700 € (hierbei ist die Erstattung der 4U-Tickets schon berücksichtigt).
Daher kann sich jetzt jeder selbst seine Meinung bilden, ob jemand "seinen Hals nicht voll kriegt", weil er nun einen Teil des Schadens erstattet bekommen hat und den Rest noch einfordert. Falls DU knapp 300 € zu verschenken hast, kannst es gerne tun. Ich werde versuchen, wenigstens den materiellen Schaden ersetzt zu bekommen. Den ganzen Ärger erstattet einem eh niemand.
Es ist traurig, dass man erst einen Rechtsanwalt einschalten muss, um die lt. Gesetz eindeutig zustehenden 400 € zu bekommen. Genauso traurig ist, daß man eine Aschewolke vorschiebt, um einige vermutlich nicht lukrative Flüge zu canceln.
Dein Beispiel mit der Bahn ist ähnlich unqualifiziert wie der Rest des Beitrages. Es gibt für die Passagierrechte im Luftverkehr eigene Gesetze und selbst 4U scheint langsam aber sicher herumzusprechen. Wenn Du schreibst, dass das Verhalten der Bahn "völlig rechtens" war, dann mußt Du ggf. eben die Gesetze ändern lassen. Oder die Gesetze so akzeptieren wie sie sind.
Bei unserem Thema hier geht es darum, dass eine Fluggesellschaft nach unseren Erkenntnissen gegen Gesetze verstoßen hat und den entstandenen Schaden nun begleichen muss.
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