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Islandpferde

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ISLANDPFERDE - Einfach phantastisch !

Was braucht der Reiter zum Reiten?

Zu aller erst einmal - ein Pferd! Und sein Pferd braucht noch viel mehr als er selbst!

Aber zuerst zur Reiter-Ausrüstung.

Reitanfänger

Für Anfänger genügt es, dass man gut sitzende bequeme Hosen zum Reiten anzieht, dabei sollte die Hose möglichst keine oder aber eine weiche Innennaht haben, da diese besonders reibt. Als Schuhwerk empfehlen sich höhere Stiefeletten oder Turnschuhe mit Absatz.
Wer gerne Reitschuhe anziehen möchte, dem wird durch spezielle Reitturnschuhe geholfen. Sie sind sehr bequem, gehen über den Knöchel, haben einen kleinen Absatz und sind noch dazu mit knapp DM 60 -70,- recht günstig.

Ist der Reiter schon Fortgeschritten oder findet der Anfänger viel Spaß am neuen Hobby und möchte es weiter vertiefen, kommt der Reiter nicht um den Kauf von mindestens einer Reithose herum. Ob er weiterhin mit Reitturnschuhen und evtl. mit Chaps auskommt oder teure Lederreitstiefel kauft, sei ihm freigestellt. Reithosen allerdings, tun dem Reiter immer einen guten Dienst. Sie sind stabil, halten in der Regel über Jahre und garantieren durch den Knie- oder Volllederbesatz auch einen gewissen Antirutscheffekt. (..der Sitz wird allerdings dadurch auch nicht besser oder stabiler - da hilft nur Übung).

Und was braucht jetzt sein Pferd?

Der Sattel
Sattelkauf ist schon eine kleine Philosophie für sich. Für das Islandpferd gibt es mittlerweile genug Auswahl um den passenden Sattel für sich und sein Pferd herauszufinden. Am besten ist es, man testet verschiedene Sättel bevor man sich für einen entscheidet, in der Regel sind in einem Stall schon verschiedene Sättel in Gebrauch , sodass man einfach die anderen Reiter bitten kann, den Sattel doch einmal zum Probereiten auszuleihen.
Wichtig ist in erster Linie daß der Sattel passt und gut auf dem Rücken aufliegt. Zu sehen ist das gut, wenn man den Sattel nach dem Reiten abnimmt und nachsieht, ob die Schweißflecken symetrisch sind. Ist dies der Fall und man erkennt auch keine Druckstellen (z.B. mit abgebrochenen Haaren), scheint der Sattel schon mal passend. Hilfe bieten auch die seit kurzem auf dem Markt erschienenen Gel-Pads, die ähnlich wie beim Fahrradsattel das Gewicht verteilen und so Druckstellen vorbeugen sollen. Aber welcher Sattel solls denn sein? Idealerweise, denn man will ja Gangpferde reiten:

Der Isländersattel
Er ist ein Mittelding zwischen Vielseitigkeits- und Dressursattel. Der tiefste Punkt des Sattels ist im Gegensatz zum "Großpferdesattel" nach hinten verlegt um den Anforderungen des Gangreitens gerecht zu werden. Der Reiter belastet dadurch bei korrektem Sitz die Hinterhand von vorneherein mehr. Diese Sättel gibt es gerippt oder glatt, wobei es dem Reiter vorbehalten ist für welchen Sattel er sich entscheidet (das ist seinem Pferd eigentlich egal....). Ebenso sind die Pauschen, die das zu weite vorrutschen des Beines verhindern sollen bei den verschiedenen Markensätteln unterschiedlich stark gepolstert. Aber auch hier muß gesagt werden, daß ein geübter Reiter auf einem gering ge"pauschtem" Sattel genauso ideal sitzt wie auf einem Sattel mit dicken Pauschen. Festgeschnallt wird der Sattel mit dem sogenannten Sattelgurt. Das ist ein meist aus Schnüren geflochtener Gurt mit auf jeder Seite zwei Schnallen zur Befestigung. In der Regel reicht ein solcher Gurt aus. Bei empfindlichen, z.B zu Sommerekzem am Bauch oder zu Sattelzwang neigenden Pferden kann auch ein gepolsteter Gurt zum Einsatz kommen. Diese gibt es in allen Variationen (v.a. Lammfell (-immitat) - Überzüge werden gerne gewählt) und Preislagen.

Leider findet man selten Isländer mit einem Idealrücken ...so greift der Reiter zu verschiedenen Hilfsmitteln.
Häufigstes Problem bei Isländern stellt der niedrige Widerrist dar. Der Sattel hat nach vorne keinen Halt und rutscht. Gegenmaßnahmen hierfür können verschiedene Hilfsmittel sein

Das Sattelpad
besteht meist aus einem in Sattelform zugesschnittenes Stück Schaumstoff . Dieser Stoff hat die Eigenart wenig zu rutschen. Es haftet am Fell des Pferdes ebenso wie am Leder des Sattels, sodaß auch bei der wildesten Gallopade nichts ins Rutschen gerät.
Hilft das Pad allein nichts, bleibt der Griff zum

Schweifriemen
er besteht aus Leder und wird hinten am Sattel an einer Öse befestigt. Das leicht oval geformte dickere Lederende nennt sich Mentze und wird um den Schweifrübenansatz gelegt und symetrisch verschnallt. Der Schweifriemen sollte nur so fest gezogen werden, daß noch problemlos eine Faust in Höhe der Lende daruntergeschoben werden kann. Der Einsatz es Schweifriemens allein kann jedoch keine Lösung für einen nicht richtig sitzenden Sattel sein. Sollte der Sattel trotz Schweifriemen noch rutschen, sollte man zum Wohle des Pferdes an einen neuen Sattelkauf denken.

Steigbügelriemen und Steigbügel
Natürlich müßen beim Reiten auch die Füße halt haben (aber vorsicht .... (sie wissen bestimmt schon was jetzt kommt)....gute Reiter können auch ohne Sattel und damit auch ohne Steigbügel jederzeit gut sitzen!).
Auch Steigbügel gibt es mittlerweile in vielen Variationen. Die beste Wahl fällt wohl auf den sogenannten Sicherheitssteigbügel. Dieser, auf beiden Seiten geschwungende Bügel soll verhindern, daß man im Falle eines Sturzes im Steigbügel hängen bleibt.
Die Riemen sind in der Regel aus Leder und werden unter dem Sattelblatt eingeschnallt oder eingehakt., das hängt vom verwendeten Sattel ab.

So jetzt sitzt der Reiter auf dem Pferd ... und wie zeigt er dem Pferd wo´s langgehen soll? Genau, er lenkt...dazu benötigt er

Die Zäumung
die Grundausrüstung besteht aus dem Backenstück, dem Gebisstück und dem Zügel, dazu gesellen sich dann (reiter- und pferdeabhängig) Stirnriemen, Kehlriemen, und Nasenriemen. In Island wird alles weggelassen was nicht unbedingt nötig ist (ausser bei Touristenritten, da entspricht die Zäumung auch eher der unsrigen, mit Nasenriemen).Aus welchem Material die Riemen bestehen ist ebenfalls geschmacksabhängig, auch in Farbe und From sind dem Reiter kaum Grenzen gesetzt. Auch das Gebisstück gibt es in verschieden Materialien, Kunstoff, Leder oder verschiedene Metallegierungen. Am häufigsten werden Gebisse aus Eisen verwendet. Gebisse die zusätzlich noch ein kleines Kupferstück enthalten (meist über der Zunge liegend) sorgen zudem noch beim Pferd für einen erhöhten Speichelfluß und ein vermehrtes Kauen. Auch die Form des Gebisses ist variantenreich. Es gibt Stangengebisse, allerdings sind sie in der Gangreiterszene wenn überhaupt, dann meist nur bei der Jungpferdeausbildung oder bei Problempferden zu finden, die bei gebrochenen Gebissen die Zunge übers Gebiss legen. Sie verhindern durch ihre Starrheit eine feine Zügelhilfe. Die gebrochenen Gebisse kommen in der häufigsten Anzahl vor. Man unterscheidet einmal gebrochene Gebisse (z.B. die Wassertrense) von doppelt-gebrochenen Gebissen. Für welche Art man sich entscheidet ist Pferdemaulabhängig. Auch hier sollte man sich bei der Auswahl Zeit nehmen und mehre Gebisse ausprobieren..
Eine Sonderstellung nimmt die sogenannte Islandkandarre ein. Durch die mit ihrer Benutzung einhergehende Hebelwirkung, zählt sie zu den scharfen Gebissen. Die Kandare verstärkt kleinste Zügeleinwirkungen, sodaß sie nur für ausgesprochen gute Reiter, die zügelunabhängig reiten können und für nur komplett und gut ausgebildete Pferde geeignet ist. Gute Reiter dürfen auch die Kandare ab und zu mal zur Korrektur von zügeltauben Pferden einsetzen, allerdings sollte auch dann wieder zum "normalen" Gebiss gewechselt werden.

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Islandkandaren verstärken die Zügeleinwirkung um ca. 80%.

Das Reiten ohne Helm ist nur bei Erwachsenen (ab 18Jahre) erlaubt.

Der IPZV ist der Dachverband für Islandpferdefreunde in Deutschland

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