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Islandpferde

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ISLANDPFERDE - Einfach phantastisch !

Genesis des Islandpferdes

Mit den ersten norwegischen Siedlern, kamen auch die Pferde auf diese damals noch sehr einsame Insel im Nordatlantik. Es waren norwegische Wikinger, die auf der Flucht vor dem damaligen König von Norwegern Harald Schönhaar waren. Der erste Siedler war Ingolfúr Arnarson, mit seinen Drachenbooten brachte er nicht nur Männer und Frauen, Waffen und Hausrat, sondern auch Vieh und Pferde mit. Diese Pferde waren die Ponies der Germanen. Durch Kreuzungen mit den Keltenponies, die die Wikinger von ihren Raubzügen aus England und Irland mitbrachten, wurden die bis heute genetisch unveränderten Islandpferde gezüchtet.

Das Pferd galt damals über viele Jahrunderte als heiliges Tier. Amulette mit dem Abbild des achtbeinigen Pferdes Odins, dem Hengst Sleipnir, wurden von den Goden als Talismann getragen. Es galt als Zeichen der Fruchtbarkeit und der Kraft. und dem der es besaß, verlieh es Macht.

Über viele Jahrhunderte waren die Pferde das einzige Fortbewegungsmittel auf der Insel. Es gab lange keine Straßen und die, die es gab waren unbefestigt und schlecht. Der 4. Gang der Isländer, der Tölt, machte das Reiten für die Isländer auf diesen Straßen sehr bequem.
Island besitzt die älteste Demokratie, bereits im Jahre 930 wurden Gesetzesversammlungen abgehalten. Einmal im Jahr trafen sich alle bedeutsamen Männer des Landes in der Allmännerschlucht Almannagjá in Þingvellir. Sie kamen aus allen Teilen des Landes auf ihren prachtvollen Pferden geritten, um an den zweiwöchigen Versammlungen teilzunehmen. Hier wurden nicht nur Gesetze erlassen, Strafen verkündet, Verbrecher gerichtet, sondern es wurde auch Handel betrieben, es fanden Pferdemärkte und Pferdekämpfe (v.a. Hengstkämpfe) statt. An einem dieser Althings wurde auch das Gesetz erlassen, die Islandpferde genetisch rein zu halten und den Import neuer Pferde auf die Insel zu verbieten.


Kupferstich aus Island

Jeder Bauer achtete streng darauf welches Pferd er für sich und seine Frau auserwählte. Seines musste stark und mutig sein, denn er repräsentierte mit seinem Pferd, sein ganzes Gefolge. Das seiner Frau musste einen guten Charakter haben, es sollte ein gutes Gangpferd sein und verlässlich.

Im Verlauf der Jahrhunderte kamen viele Hungersnöte und Naturkatastrophen über die Insel. Am schlimmsten wirkte sich ein Vulkanausbruch im Süden Islands über das Land aus. Der Ausbruch der Lakispalte 1783, führte zu einem monatelangen Ascheregen, der das von vorneherein schon spärliche Weideland vergiftete. Ungefähr ein Viertel des Pferdebestandes verhungerte, der eintretende Winter führte ebenfalls zur weiteren Dezimierung des Bestandes.

Langsam erholte sich das Land wieder von der Katastrophe und die Industrie hielt Einzug. Während der Industrialisierung begann auch der Export von Pferden ins Ausland. Am höchsten war die Exportrate nach Großbritannien. Hier wurden die starken aber kleinen Pferde in den Kohlegruben eingesetzt. Für die Pferde bedeutete das ein unerfreuliches Pferdeleben in der Dunkelheit, oft auch verbunden mit einer totalen Erblindung.Einmal in die Tiefe der Kohlenschächte hinunter gelassen, konnten sie das Sonnenlicht nie wieder sehen.

Islandpferde wurden immer mehr zu Gebrauchsartikeln umfunktioniert. Sie zogen Karren und trugen Gepäck. Als das Automobil in Island Einzug hielt, waren Pferde allenfalls nur noch dazu da, festgefahrene Autos (man erinnere sich an die Straßenzustände) aus dem Schlamm zu ziehen.

Die Pferde gerieten in Vergessenheit, zumindest bei der Stadtbevölkerung. Die Bauern benötigten ihre Pferde immer noch um auf ihnen zu reiten.

Doch schon bald besannen sich die Isländer wieder auf ihre vierbeinigen Freunde. Sie gründeten Vereine und führten landesweite Treffen, die sogenannten Hestamót durch. Nachdem auch die Pferdefreunde der ganzen Welt vom Virus des Islandpferdes befallen waren , wurden internationale Treffen veranstaltet. Das Landsmót findet alle 4 Jahre auf Island statt, die übrigen Jahre finden diese internationalen Pferdetreffen in anderen europäischen Ländern statt. Die alle zwei Jahre stattfindenden Weltmeisterschaften der Islandpferde gewinnen, von Mal zu Mal, an mehr Aufmerksamkeit. Der Siegeszug des Islandpferdes scheint nicht mehr aufhaltbar.

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Die Pferde der reichen Isländer waren im Winter immer schmutzig, die der Armen sauber, denn die Armen hatten keinen Stall zur Verfügung.

Mit dem Islandpferd holte man den Arzt, die Hebamme, den Pfarrer und nicht zuletzt wurden auch die Toten in Särgen auf dem Pferderücken zum Friedhof gebracht.

Das erste Infoblatt über Islandpferde auf dem Kontinent war die "Ponypost". Das war vor fast 40 Jahren.

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