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Kulturelles aus Island

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Isländischer Literatur

Halldór Laxness

Halldór Laxness wurde am 23. April 1902 in Reykjavík geboren. Seine Biographie hat viele Stationen: zahlreiche Auslandsaufenthalte schon während seiner Jugendzeit, Übertritt zum katholischen Glauben (1923) und die Absicht Katholische Theologie zu studieren. 1925 wandte er sich in Taormina der linken Presse zu und nahm sozialistische Ideen an, die in seinem 1927 erschienenen Roman "Der große Weber von Kaschmir", der eigentlich seinen Weg zum Katholizismus zum Inhalt hat, schon deutlich hervortreten.

Während eines Amerika-Aufenthaltes wo er die wirtschaftliche Depression miterlebte, beginnt etwa 1930 eine Schaffensperiode, die von sozialistischen Ideen geprägt ist. "Salka-Valka" (1931/32) ließ ihn zum führenden Romanschriftsteller Islands werden. Stilistisch setzt er die Tradition der mittelalterlichen Saga-Schreiber fort und bestimmt die isländische Literatur von der Mitte der 20er bis zu den 60er Jahren durch seinen lebendigen dramatischen Stil.

Neben seinen Romanen veröffentlicht Laxness immer wieder Essays. In seinen Essays propagiert er den radikalen Sozialismus wodurch er seine Romane von derartigen Tendenzen weitgehend freihalten kann.

Weitere Werke sind "Weltlicht" (1940), "Atomstation" (1948) und "Islandglocke" (1943-46). "Islandglocke" ist ein Geschichtsroman und nach der Beliebtheit bei den Isländern einer der besten.

Nach einer längeren Pause wird 1952 "Die glücklichen Krieger", ein auf Saga-Motiven basierender und exakt im Stil der Sagas des 13. Jh. verfaßter Roman, veröffentlicht. In diesem Werk zeigt sich erstmals Laxness' Abkehr von den sozialistischen Ideen und seine Hinwendung zu einer humanistischen Haltung. Fortan ist seine Werk durch eine taoistische (Leben in Harmonie mit seiner Umwelt ohne das Recht anderer zu verletzten die ebenso leben) Einstellung gekennzeichnet. Werke sind "Das Fischkonzert" (1957) und "Das wiedergefundene Paradies" (1960).

In den folgenden Jahre wandte sich Laxness dem Theater zu und schrieb mit "Seelsorge am Gletscher" erst 1968 wieder einen Roman. Von 1975 bis 1980 verfaßte Laxness vier autobiographische Werke.

Für sein Werk erhielt Laxness 1955 den Literatur-Nobelpreis. Trotz seines Erfolges konnte Laxness ein beschauliches Schriftstellerleben beibehalten und gleichzeitig ein Aktivist sein. Das selbstbescheidene, introvertierte Individuum ist sein Ideal und er ist aufgeschlossen und neugierig seiner Umwelt gegenüber, empfindlich bei sozialer Ungerechtigkeit und hat einen Sinn für das Schöne.

Weiterführende Literatur:
Wilhelm Friese: Halldór Laxness: Die Romane. Eine Einführung. Beiträge zur Nordischen Philologie 24. Basel/ Frankfurt, 1995.

 

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Mittlerweile kommen die rotgekleideten Weihnachtsmänner sogar mit dem Coca-Cola-Zug in die Stadt....

..und sie sind nicht mehr böse...

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