Isländischer
Literatur
Literatur der
Neuzeit
Das 19. Jh. wird in Island als
Beginn der Neuzeit gesetzt.
Literarische Epochen darin sind
der Idealismus (1830-1880) und
der Realismus (ab 1880).
Jónas
Hallgrímsson (1807-1845)
ist der bedeutendste Dichter im
19. Jh. Meisterhafte Lyrik und
Naturbeschreibungen kennzeichnen
sein Werk. Er war der
herausragende Vertreter des
Idealismus in Island. Von seinem
frühen Tod vereitelt wurde
sein Vorhaben, ein umfangreiches
geologisches und geographisches
Werk über Island zu
verfassen.
Um die Jahrhundertwende und im
20. Jh. ist eine deutlich
größere Zahl an
Dichtern und Schriftstellern
hervorgetreten als in den
Jahrhunderten zuvor. Häufig
haben sie in Fremdsprachen (vor
allem in dänisch)
geschrieben um einen
größeren Leserkreis zu
erreichen.
Die beiden größten
Dramatiker Islands sind
Jóhann Sigurjónsson
(1880-1919) und Guðmundur
Kamban (1888-1945). Gunnar
Gunnarssons (1889-1975)
prosaische Werke befassen sich
mit verschiedenen Epochen der
isländischen Geschichte.
Stefán (Sigurðsson)
frá Hvítadal
(1887-1933) und Davið
Stefánsson frá
Fagraskógi (1895-1964)
sind weitere bekannte Dichter.
Eine besondere Rolle hat der
Jesuitenpater und Lehrer
Jón Sveinsson (1857-1944)
der als "Nonni" bekannt wurde.
Seine Werke für Kinder- und
Jugendliche haben weltweit eine
Gesamtauflage von über 2
Mio. Exemplaren erreicht; er hat
sie zuerst mündlich
vorgetragen und dann
niedergeschrieben.
Weiterführende
Literatur:
Wilhelm Friese: Nordische
Literaturen im 20. Jahrhundert.
Stuttgart: Kröner, 1971.
zurück
.
|