Geologie Islands
2 Geologische Entwicklung
Islands
2.3 Holozän
2.3.2 Klima und Flora
Die Haupteisscheide lag
ziemlich weit südlich, etwa
über der Mitte des heutigen
Vatnajökull. Daraus
läßt sich ableiten,
daß das Klima in den
eisfreien Gebieten Nord-Islands
einen stärker kontinentalen
Charakter hatte, als es heute der
Fall ist. Zusammen mit jedem der
im folgenden genannten
Bewuchsstadien auf Island
wechselte das Klima. Im zweiten
Moorstadium kühlte sich das
Klima soweit ab, daß sich
die heutige Gletscher bildeten,
die im 19. Jahrhundert ihre
größte Ausdehnung
besaßen.
Die heute auf Island
vertretenen ca. 450 höheren
Blütenpflanzen haben zum
Teil die letzte Eiszeit
überlebt. Ein weiterer Teil
ist auf natürlichem Weg und
ca. 90 Arten im Rahmen der
menschlichen Besiedlung nach
Island gekommen.
Das erste Stadium der
Entwicklung der Flora beginnt im
ausgehenden letzten Glazial und
ist von der Ausbreitung von
Gräsern, Weiden und einigen
Blütenpflanzen
gekennzeichnet.
Vor ca. 9000 Jahren begann das
sog. Erste Birkenstadium. Birken
breiteten sich im Tiefland und in
den feuchtesten Sumpfgebieten
aus.
Mit einer Erhöhung der
Niederschläge vor etwa 7000
Jahren begann das erste
Moorstadium, was zu einer
Ausweitung der Sümpfe
führte.
Wiederum 2000 Jahre
später, also vor etwa 5000
Jahren, setzte das zweite
Birkenstadium ein, in dem die
Birkenwälder die Moorgebiete
zurückeroberten.
Vor 2500 schließlich
begann das zweiten Moorstadium,
das bis heute andauert. Es macht
jedoch Sinn, es in die Zeit vor
der Besiedlung und die danach zu
unterteilen, da sich der Bewuchs
durch Kultivierung etc.
verändert hat.
Außerdem sind in
historischer Zeit die noch
vorhandenen Wälder abgeholzt
worden.
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