Geologie Islands
3 Historische und aktuelle
Entwicklung Islands
3.3 Geothermale
Gebiete
3.3.3 Solfataren
Solfataren sind vom Prinzip
her eng mit den heißen
Quellen verwandt. Allerdings
hängen sie mit jungem
Vulkanismus zusammen. Die
Magmaintrusionen die hier als
Wärmequelle dienen, sind
relativ dicht unter der
Erdoberfläche und
außerdem wesentlich
heißer (über
150°C in geringer Tiefe).
Gebiete mit Solfataren werden in
Island als Hochtemperaturgebiete
klassifiziert.

Das Grundwasser wird soweit
erhitzt, daß es direkt zu
Dampf wird. Gase aus dem Magma
(vor allem Kohlendioxid,
Schwefelwasserstoff und
Wasserstoff) verbinden sich dann
mit dem aufsteigenden Dampf.
Diese Gasmischung ist sauer.
Primär sind die Solfataren
also Dampfquellen. Aufgrund des
sauren Gemisches reagiert der
Dampf mit dem Boden und zersetzt
ihn. Salzausblühungen,
Schwefelablagerungen und neue
Gesteinsarten wie Gips, Sulfate
und Ton bilden sich dabei.
An den Stellen, an denen
jedoch Oberflächen- oder
Grundwasser zur Quelle
hinzutritt, entstehen
Schlammkessel und sprudel.
Rings um die Dampföffnung
verwandelt sich der Boden zu
einem grauen oder blauschwarzen
Schlamm, der brodelt und
kocht.
Als letzter Unterschied zu den
heißen Quelle fällt
noch die Lage auf: Solfataren
liegen meist in höheren
Lagen, auf Bergrücken oder
an Berghängen.
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