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Reiseführer
Das
isländische
Hochland
Jökulls á
Brú - Askja -
Herðubreiðarlindir -
Ringstrasse
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Ausgangspunkt ist die
Ringstrasse Nr.1
zwischen Egilsstadir und
Mödrudalur. Hier
zweigt die 907 zu dem
kleinen Ort Bru ab, man
fährt man durch ein
noch landwirtschaftlich
genutztes Tal. Viele
grüne Wiesen -
vereinzelte Höfe -
noch mehr Schafe - eine
reizvolle Umgebung,
welche man im Ort Bru
auf dem Jeeptrack F910
in Richtung Westen
verlässt. Minuten
später befindet man
sich in völlig
veränderter
Umgebung wieder - nur
noch die seltenen
Bachläufe sind von
Pflanzen umsäumt,
ansonsten prägt
eine schwarze
Steinwüste die
hügelige
Landschaft. Die
Bäche sind ziemlich
leicht zu durchfurten
(20-30cm tief). Inmitten
dieser Mondlandschaft
überrascht einen
der Wegweiser zur Askia
und zum Kverkfjöll.
Hier führt einen
der Weg in einem Bogen
nach Südwesten in
eine völlig
veränderte
Landschaft. Heller
Bimsstein prägt das
Bild, im Nordwesten hat
man bei gutem Wetter
(wir nicht) einen
Ausblick auf die
Herdubreid. Meine
Erfahrung "Stein =
schwer" hat der
Bimsstein etwas
zerrüttet. Ein
seltsames Material, von
dem zwei Kubikkilometer
in einem großen
Ausbruch der Askja im
Jahre 1875 hier
verstreut wurden. Man
kommt fast schon zu
leicht auf dem Weg voran
- gut furtbare
Bäche, relativ
fester Untergrund, von
wenigen Sandpassagen
abgesehen...
...und dann lernt man
Lavafelder kennen! Der
kürzeste Weg
zwischen zwei Punkten
ist eine Gerade -
völlig unbrauchbar
ist dieser Grundsatz in
einer Landschaft, welche
einem Labyrinth
ähnelt. In
regelmäßigen
Abständen sind
Holzplöcke
eingeschlagen, und
irgendwo dazwischen oder
in der Nähe
vielleicht der
Jeeptrack. Wir kennen
den Wagen noch nicht so
richtig, die
Bodenfreiheit, den
Wendekreis und sind
lieber vorsichtig. Hier
sinkt die
Geschwindigkeit schnell
auf
Fußgängerniveau
- freiwillig - ohne
Radarkontrolle! Dann
inmitten der Lavafelder
ein Riß in der
Landschaft - und zum
Glück eine
Brücke
darüber: die
Jökulls a
Fjöllum tost in der
Tiefe dem Dettifoss im
Norden zu. Das graue
Wasser zeigt deutlich
das ständige
Schmirgeln des
rießigen
Gletschers
Vatnajökull auf dem
Untergrund - echtes
"Mineralwasser". Nach
dem Fluß wieder
die beliebten
Slalomfahrten in den
Lavafeldern, wir sehnen
uns inzwischen nach
wenigen Metern geraden
Weges. Nach dem
Passieren des Wegweisers
Askia/Herdubreidarlindir
geht es auf Bimsstein
wieder besser voran.
Einen Ausflug in die
Askja rauf vereitelte
leider die niedrige
Wolkendecke, so
interessant diese Gegend
sein mag, bei einer
Sichtweite von 20m
schmiedet man dann
Pläne für den
nächsten
Islandurlaub. Bei einem
Halt an der
Drekihütte hatten
wir ausreichend
Gelegenheit die Drekagil
(Drachenschlucht) zu
besichtigen. Mich
beschlich darin das
Gefühl in einem
gigantischen Grillplatz
spazieren zu gehen -
geschwärzte Felsen,
die Mengen an Bimsstein
- Wann lädt Surtur
wieder zur Grillparty?.
Nette Täuschung
übrigens, diese
ebene Fläche auf
die ich treten wollte...
Bimsstein schwimmt auf
Wasser (wie war das noch
mit "Stein = schwer"?).
Wer will kann hier
campen, es gibt Wasser
und einen mit einem
dreieckigen, steilen
Dach gezierten
Donnerbalken. Weiter
oben ist ein
Naturschutzgebiet -
Campen verboten. Im
trüben Licht kann
man nur erahnen,
daß im Süden
sich ein rießiger
Gletscher befindet.
Leider müssen wir
zu schnell wieder weg,
das Wetter scheint
unbeständig, eine
Übernachtung
alleine im Hochland
etwas riskant. Wir
fahren nun auf der F88
nach Norden, zu der
vielgerühmten
Herdubreid hin und
weiter auf die
Ringstrasse zu. Von dem
berühmten Berg
Herdubreid ist leider
dank der Wolken nur der
Fuß zu sehen, aber
der Herbst hatte die
Oase Herdubreidarlindir
wunderschön
verfärbt. Käme
jetzt die Sonne raus,
wäre das der
Todesstoß für
den schon dezimierten
Filmvorrat. Weiter auf
dem Weg nach Norden ein
schneller Stop. Ein
recht nett aussehender
Fluß, die
Lindaá quert den
Weg. Das schon gewohnte
Lächeln beim
Erblicken des
Furtenratgebers
verschwindet - eine
handgemalte Skizze zeigt
hier den Weg durchs
Wasser: Erst in einem
Bogen zur Insel, vorher
dann abdrehen und weiter
auf die andere Seite.
Bange Frage, wie tief?
Nur den ganzen Weg
zurück wollen wir
dann doch nicht, das
muß der Wagen
abkönnen...
Verspielte Naturen
mögen hier die
Titelmelodie von "Das
Boot" summen, wir waren
einfach nur gespannt und
ziemlich ruhig. Klar,
daß nach
vollbrachter Tat zwei
Figuren aus dem Auto
sprangen und Kameras
klackten. Ein Lavafeld
später durchbrach
ein Lichtstrahl das Grau
- Ein Wasserfall im
Gegenlicht, ein
Flußlauf im "Gold
des Herbstes". Wie war
das noch mit dem
Filmvorrat? Die Furt der
Grafarlandaá
hatte uns ziemlich
schnell aus der Euphorie
geholt, ganz schön
tief! Danach erholen wir
uns bei Waschbrett-Piste
am Rande von
Lavafeldern. Wir kommen
ziemlich schnell voran,
und haben eigentlich
keine andere Chance
außer im Tiefflug
über die Piste zu
jagen. Alles unter
80km/h holt einem die
Plomben aus den
Zähnen. Vorsicht in
dem Tempo bei Kurven,
von Bodenhaftung kann
man hier nicht sprechen!
Und dann endlich
Zivilisation: die
Ringstrasse. Bis kurz
vor Reykjahlid am Myvatn
hat die
Hauptverkehrsstrasse Nr.
1 den Charme eines
Feldweges mit
Naturoberfläche.
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.Wichtige
Verkehrsschilder beim
Befahren der
Hochlandrouten sein
u.a.:
Illfær
vegur - Schlechter Weg,
nur für
Jeeps
Óbrúaðar
ár - Flüsse
ohne
Brücken
Stans
- Halt
Torleiði
- Schwer befahrbare
Straße
Hast
Du auch
eine
Insider
Information?
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