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Krafla
Schon weit vor der
Abzweigung der 848 zum
Kraflagebiet erkennt der
Besucher die
aufsteigenden
Dampfsäulen hinten
im Tal rechts der
Straße. Die
abgehende
Schotterstraße
führt geradeweg
immer auf den 818m hohen
Hyaloklastit-Vulkan zu,
vorbei am Kraftwerk und
hindurch durch das "Tor
zur Hölle", dem
Leitungssystem des
Kraftwerk unter dem die
Straße
hindurchführt. Das
Gebiet der Krafla ist
eine der aktivsten Zonen
isländischer
Geothermalenergie, hier
rumort es immer wieder
und erst in den 80iger
Jahren des vergangenen
Jahrhunderts entstand
hier ein neuer Vulkan
und das Gebiet
Leirhnjúkur.
Unter dem gesamten
Gebiet gibt es
unzählige
Gänge und Spalten
von denen immer wieder
neue Kamine nach oben
führen und
heißen Dampf in
die Luft schleudern. In
nur 3km Tiefe befindet
sich hier die
flüssige
heiße Lava.


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Nach einer
jahrhundertelangen
Periode der
Ruhe kamen die
Isländer
auf die Idee,
mit Bohrungen
die
Erdwärme
auszunutzen.
1978 wurde
das Kraftwerk
errichtet, von
nun an sollte
der an die
Oberfläche
tretende Dampf
in elektrische
Energie
umgewandelt
werden.
Mittlerweile
gibt es
über 20
Bohrlöcher
die bis zu 2km
Tief in die
Erde
führen und
der
Energiegewinnung
dienen. Dadurch
weckten die
Isländer
den Vulkan aber
wieder...was
zuvor schon von
vielen
befüchrtet
wurde trat ein.
Zwischen den
Jahren 1975 und
1981 gab es
bereits wieder
8 Eruptionen.
Drei Jahre
später
folgte im
September ein
weiteres
ungemein
heftiges Beben,
was zur Folge
hatte, dass
sich das
gesamte
Myvatngebiet um
30cm absenkte
und die berge
sich um 5cm
nach Osten
verschoben
hatten. Seitdem
wurden viele
Sicherheitsmaßnahmen
getroffen, die
eine
Katastrophe bei
einem erneuten
Ausbruch der
Krafla
verhindern
sollten.
Ausfallstraßen
wurden gebaut,
sodass im Falle
des Falles eine
Schnelle
"Flucht" aus
dem
Eruptionsgebiet
möglich
wird.
Außerdem
werden seitdem
geologische
Aktivitäten
durch
Seismographen
und
Neigungsmesser
beobachtet.
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Für uns Besucher
bedeutet das, dass wir
relativ sicher sind,
wenn wir den Weg hinauf
Richtung Krafla
einschlagen. In einigen
Kehren führt der
Weg hinauf zum Hang des
Vulkans.
Vom Parkplatz aus
geht es rechts zum
Seitenkrater an dessen
Grund sich ein kleiner
hellblauer See befindet.
Eine Besteigung der
Krafla bis zum Gipfel
und dem Explosionskrater
Víti ist extrem
gefährlich und
sollte von Touristen
nicht versucht
werden.
Über einen Pfad
geht es vom Parkplatz
links hinüber zum
Hang des
Leirhnjúkur, der
im 18.Jahrhundert als
Ursache des
Myvatn-Feuers in die
Geschichte einging. Hier
bekommt der Besucher in
der Einsamkeit zu
spüren wie aktiv
dieses Geothermalgebiet
ist. Brodelnde
Schlammtöpfe,
Solfataren und Fumarolen
brodeln hier und lassen
schon ein mulmiges
Gefühl entstehen.
Vor allem wenn man
bedenkt, dass das
schwarzen Lavafeld das
sich nördlich vom
Gebiet erstreckt vom
Ausbruch 1984
stammt.
Leirhnjúkur
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Vom
parkplatz aus
geht es
über eine
große
hügelige
Wiese geht es
hinüber
ins
Vulkangebiet
Leirhnjúkur
(nicht nach
Reykjahlíð
abbiegen!).
Über die
Blütenwiese
geht es weiter
hinüber
ins Lavafeld,
das aus der
Mývatn-Feuer-Periode
stammt
(1725-1729) und
schon leicht
mit Moos
bewachsen ist.
In dieses
gebiet hinein
floss von
norden her die
frische Lava
aus dem
Ausbruch von
1984, die sich
durch ihre noch
schwarze Farbe
deutlich aus
der alten Lava
abhebt.
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Direkt am hang des
Bergrückens
Leirhnjúkur
trifft man auf die
ersten Zeichen noch
junger Aktivität,
köchelnde
Schlammpfuhle, die
unerwartet ihren
schlammig-blauen Inhalt
in die Höhe werfen,
große hellblaue
heiße Seen und
ausgetrocknete Quellen
deren rissige
Seitenwände
schöne Strukturen
entstehen lassen. Auch
die Solfataren zeigen
sehr schöne
Kristalle des
ausgetretenen Schwefels
und anderer chemischer
Stoffe.
An vielen Stellen
zischt es aus dem Boden
und wir verlassen
langsam diesen teil der
aktiven Zone und
nähern uns immer
mehr dem frischen
Lavagebiet. Diese
Blocklava umgibt den
Krater aus dem sie
geflossen ist, einen
kleinen unscheinbaren
braunen berg der sich
wenige Meter weiter im
Norden erhebt. Auf einem
unbeschwerlichen Pfad
kann man bis in den
Krater hinein und hinauf
wandern. Dieses Lavafeld
ist noch nicht
völlig erkaltet,
dies sieht man daran,
dass noch immer
Dampfwolken aus dem
Innern der Lava
aufsteigen. Regenwasser
dringt dabei in die
Spalten ein und trifft
auf die noch heiße
Schlackeschicht wenige
Meter unterhalb der
Oberfläche, dort
verdampft es wieder und
tritt als Wasserdampf an
die Luft. Das Gebiet ist
so schön daß
ein Besuch auf jedenfall
lohnt.
Námafjall
(Hverarönd-Solfataren)
Dieses Gelände
ist eines der am
häufigsten
besuchten
Geothermalgebiete
Islands. Dementsprechend
gut ist die
Beschilderung und
Wegführung die die
interessierten Besucher
gefarlos durch die
heißen Quellen
geleitet und ihnen auf
kurzem Weg viele
Interessante geothermale
Formationen zeigt.
Hierzu gehören
Dampfsäulen ebenso
wie blubbernde
Schlammtöpfe und
Solfataren...der
typische Schwefelgeruch,
der zeitweise extrem
stark riecht, darf hier
natürlich nicht
fehlen. Überall
zischt und brodelt es
und die Wanderung den
Hang hinauf zum Gipfel
des Námafjall
sollte zum Programm
gehören. Der
Aufstieg gelingt ganz
leicht und bietet einen
wunderbaren Ausblick auf
die Solfataren des
Námafjall unter
uns, die aufsteigenden
Dampfsäulen und die
Kieselgurfabrik im
Kraflagebiet sowie auf
der anderen Seite
hinunter zum
Mývatn.
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