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Reisefühere Island

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Reiseführer

Der Nord-Osten

Rund um den Myvatn


Das Gebiet rund um den Myvatn ist wohl eines der populärsten auf ganz Island. Dafür gibt es auch viele Gründe, zum einen ist der Myvatn für Ornitologen einer der interessantesten Orte der Insel. Mit einem Vogelreichtum von ca. 10000 Paaren in den Sommermonaten ist der kleine und flache See für Beobachtungen gut geeignet. Vor allem Enten und Gänse, sowie Taucher sind hier anzutreffen.

Seeschwalbe - Kría.Eier. Odinshani

Ihnen haben es die Besucher und natürlich auch die Bewohner zu verdanken, dass nicht allzusehr unter der Mückenplage zu leiden ist. Die Vögel ernähren sich neben den Algen und Fischen auch von den Insekten- und larven. Die Mücken die dem See auch seinen namen gegeben haben, sind bei warmen und windstillen Wetter (oder an windstillen Orten wie z.B. bei Skútusstaðir) in ganzen Schwärmen unterwegs, sodaß sie häufig schon von weitem durch die Bildung einer kleinen schwarzen Wolke erkennbar sind. Und dann sind sie überall, kaum steigt man aus dem Auto aus, sitzen die Tierchen auch schon drin..im Auto .....im Ohr...... im Mund...selbst Quasselstrippen werden hier am See sehr schnell still. In den letzten Jahren boomte deshalb der Verkauf von engmaschigen Netzen für den Kopf regelrecht auf.

Als zweiter Grund für die Popularität ist natürlich die Nähe jungvulkanischer Gebiete zu nennen, v.a. im Kraflagebiet sind noch frische Lavaschichten erkennbar, die nicht älter als 30Jahre sind und immer noch nicht ganz erkaltet sind. Auch der Námafjall gehört zu den interessantesten Gebieten isländischer Vulkanaktivität und beide Gebiete sind quasi nur einen Steinwurf vom Myvatn entfernt.

Reykjahlíð - Kiosk

Weiterhin ist das Myvatngebiet klimatisch sehr mild, das Wetter ist sonniger und wärmer als im Landesdurchschnitt und das lädt natürlich ideal zu längeren Wanderungen oder Ausritten ein, v.a. wenn man bedenkt, daß das Myvatngebiet eine sehr gute Infrastruktur aufweist

Der Myvatn ist sehr buchtenreich und viele kleiner Inseln liegen in dem 38qm großen und mit 1-5m Wassertiefe seichten See. In den Sommermonaten erreicht die Wassertemperatur am Myvatn knapp über 20°C. Das ganze Myvatngebiet liegt unter Naturschutz. In den Brutperioden ist beispielsweise auch der ganze Ostteil, in dem das größte Brutgebiet des Sees liegt, für Wanderer gesperrt. Allein die Umfahrung auf der Str. Nr. 848 mit dem Auto ist dann gestattet. Selbstverständlich ist auch das Schwimmen oder Paddeln im See strikt untersagt.

Vom Mývatn aus führen zahlreiche Wanderwege in geologisch interessante Gebiete. Wer nicht so gut zu Fuß ist, kann aber auch mit dem Auto zu nahezu allen Sehenswürdigkeiten gelangen. Besonders besichtigungswert sind neben den bereits genannten, der Hverfjall, Dimmuborgir, Skútustaðir, Höfði und die Grótagjá.

  

Skútusstaðagígar

Nach Skútustaðir gelangt man über die Weiterfahrt auf der n1 zum Südostende des Myvatns. Beim Gehöft mit gleichem Namen wurde gegenüber ein Parkplatz angelegt. Von hier gelangt man auf die kleine Halbinsel die in den See hineinragt. Niergendwo sonst auf Island ist das Phänomen der Pseudokrater so deutlich ausgeprägt wie hier. Entstanden sind diese Pseudokrater durch heiße Lava die über den See geflossen ist. Dabei ist das Wasser explosionsartig verdampft und riss die über ihm liegende Lavadecke mit Bildung von Schlackenrändern auf, die dann Pseudokrater genannt werden.

Skutustaðir

Dimmuborgir

Hierher führt links ein Abzweig von der Ringstaße zum Parkplatz Borgarás. Von hier gelangt man durch das Tor hinein in die "dunkle Stadt", hinein in eine bizzarre Welt aus Lavaformationen, in ein Labyrint von erstarrten Säulen, Naturbrücken und mit etwas Phantasie von Tieren, Trollen und Menschen.... Entstanden ist Dimmuborgir aus einem großen Lavasee. Irgendwann floß ein großteil der Lava aus dem See ab, die bis dahin erstarrten Lavaformationen blieben stehen.

Dimmuborgir
Dimmubogir

Ein kurzer markierter Rundweg ist mit Seilen abgesteckt, für längere Touren kann man auch so durch die dunkle Stadt laufen und immer wieder neue Ausblicke und gruselige Versteinerungen entdecken.

Ein besonderes Hightlight ist die sogenannte Kirkja, ein dreieckiger Durchgang durch eine Lavawand.

Hverfjall

Der Hverfjall ist schon von weitem sichtbar. Ea handelt sich um einen Ringwallkrater der sich mit seinen ca. 430m Höhe rund 150m über der Ebene erhebt. Der Hverfjall ist einer der schönsten Explosionskrater und ist bereits ca. 2500 jahre alt. Vom parkplatz aus führt ein steiler Zick-Zack weg zum Rand des Kraters hinauf. Von hier bietet sich ein großartiger Rundblick auf den Myvatn, die Lúdentsborgir-Kraterreihe, Dimmuborgir und das Kraflagebiet. Die Umrundung des Katers ist bei windstillem Wetter ein schöner Spaziergang. Ansonsten kann es hier oben sehr stürmisch werden. Blickt man in den krater hinein, sueht man schon die hinterlassenschaften der zumeist Besucher. Mit Steinen wurden Schriftzüge in den Kraterboden gelegt, die dem anderen Besucher dann u.a. sagen "Willi war hier" ....

Grjótagjá
Zur Schlucht Grjótagjá führt eine Abzweigung der 848, gelich hinter der Kieselgurfabrik. Die schmale aber durchaus gut befahrbare Straße führt an einigen Stellen vorbei an denen Rohre über eine Spalte gelegt wurden. An der deutlich sichtbaren Lücke kann abgelesen werden wie weit sich die Platten der amerikanischen und der europäischen Hälfte gegeneinander verschieben bzw. auseinanderdriften (siehe auch Kontinentaldrift von Alfred Wegener). Dann sieht man kurz darauf auf der rechten Seite eine gewölbte Lavafläche. Durch einen Spalt kann man hier hinunter in die Grjótagjá gelangen. Hier befindet sich ein unterirdisches Höhlensystem mit bis zu (heute leider) 60°C heißes Wasser. Bis vor wenigen Jahren konnte man hier drin noch angenehm baden.

Reykjahlíð
Die 300 Mann starke Siedlung am Myvatn ist der zentrale Punkt des Myvatn-Tourismus. Hier gibt es neben zwei Hotels, auch mehrere Campigplätze und Pirvatunterkünfte. Einen Pferdeverleih, Souveniershops, einen Supermarkt und eine Tankstelle. Früher stand hier ein Bauernhof und ehemaliger Pfarrhof. 1729 floss hier die Lava bis zum See Myvatn und um die damalige Kirche herum, ohne sie zu beschädigen. In der Nähe des Hofes der im Mývatn-Feuer vernichtet und später wieder aufgebaut wurde ist die heutige Stadt entstanden. Die neue Kirche wurde am selben Platz wie die alte errichtet und auch heute noch kann man bei einem kleinen Spaziergang erkennen, wie die Lava die Kirche verschonte.

Höfði

Höfði ist eine Lavahalbinsel im See Myvatn.
Höfði

Sie ist bewachsen von Mischwald und wurde als Park unter Naturschutz gestellt (Eintritt). Zu sehen sind u.a. bizarre Lavaformationen die aus dem See hinausragen und teilweise sehr bewachen sind. Immer wieder hat man schöne Aussichten auf den See.

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.In Selfoss befindet sich die größte Molkereianlage Islands

.Mjólk er góður !

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