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Reisefühere Island

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Reiseführer

Der Nord-Osten

Von Húsavik nach Ásbyrgi, Hljóðaklettar und dem Westufer des Dettifoss

Die Straße 85 führt uns jetzt immer weiter am Meer entlang. Zahlreiche Flüsse fließen auf dieser Strecke in Meer, z.T. fallen Sie über hohe Klippen ins Meer. Der schönste unter ihnen ist die Skeifá die kurz vor dem hof Tunguvellir ins Meer stürzt. Beim Hof Ytri-Tunga findet eine kleine Landungsbrücke für kleinere Fischerboote, nicht weit davon entfernt liegt am Strand ein Felsblock der seinen Ursprung in Grönland hatte, aber auf Treibeis hierher geschwemmt wurde. Die kleine Straße zur Landungsbrücke führt an Muschelablagerungen entlang hinunter zum Meer.

Die schönsten Muschelablagerungen findet man aber beim hof Halbjarnarstaðir.

Momentan befinden wir uns auf der Tjörnes-Halbinsel. Von hier geht es weiter über die flache sandige bewachsene Ebene die von zahlreichen Seen und Flussarmen durchschnitten ist. Im See Lón befindet sich eine Lachs -Aufzuchtstation, am See Vikingavatn können zahlreiche Vögel beobachtet werden. Ausserdem ist es für Gaste der schönen Bauernhofunterkunft Víkingarvatn möglich mit dem hauseigenen Ruderboot auf den flachen See hinaus zu fahren.

Vikingarvatn

Mit dem Vikingarvatn als Unterkunft kann man innerhalb kürzester Zeit die Aussichtspunkte Ásbyrgi und Dettifoss erreichen.

Fährt man auf der Nr. 85 weiter kommt man stracks nach Ásbyrgi, einem Teil des Naturschutzparks Jökulsárgljúfur. Kurz vor Ásbyrgi geht die Str. 862, der Hólmatunguvegur ab, auf ihm gelangen wir zum Westufer des Dettifoss. Über die weite Hochebene Ásheiði gelangt man aber zuerst zur Sehenswürdigkeit Hlóðaklettar, dem Echofelsen.. Wer die schönen Wasserfälle an der Jökulságljúfur sehen möchte sollte vom Echofelsen bis zum Dettifoss wandern, wem das zu weit ist kann bis zum Parkplatz am Dettifoss mit dem Auto fahren. Der Fahrweg führt dann weiter Richtung Süden entlang der Oase Hólmatungur. Hier findet man eine hohe pflanzendichte, viele Quellen und Wasserfälle und schöne Basaltsäulen in den Felswänden. Dann führt die Straße relativ dicht am Jökulságljúfur entlang bis dann schließlich eine kurze Stichstraße am Dettifoss endet. Dann steht man ihm gegenüber, dem mächstigsten der Wasserfälle Europas.

Tjörnes-Halbinsel

Über sie erstreckt sich ein recht hoher Gebirgszug. In den hohen Klippen aus Sandstein kann man häufig auf Papageientaucher treffen. Diese Sandsteinschichten sind z.T. bis zu 500 m dick und zählen zu den bedeutensten Ablagerungen aus dem Tertiär und Pleistozän. Im Süden wechseln sich Braunkohle- und Muschelschichten ab, was auf große Schwankungen in der Meereshöhe schließen lässt. In den ältesten Schichten finden sich Muscheln die heute nur noch in warmen Meeresgewässern zu finden sind, in den jüngeren Schichten (z.B. bei Breiðavík) findet man Muscheln aus dem Eismeer. Bei Mánarbakki befindet sich ein kleines schnuckeliges Heimatmuseum. Als wir die nördlicheste spitze der Tjörneshalbinsel umfahren haben wird der Blick frei auf den Fjord Öxnafjörður und der weiten Sanderebene Kelduhverfi. Diese region erstreckt sich zwischen Tjörnes und der Jökulsá á Fjöllum. Im nördlichen teil ziehen sich zahlreiche Spalten und Erdrisse bis hinunter zum Myvatn. Grund hierfür waren die Beben aus den 70ier und 80iger Jahren im Kraflagebiet. Zahlreiche Erdbeben, am heftigsten 1976 und 1978 waren dafür verantwortlich daß sich Teile er Gegend um mehr als 1m absenkte. An vielen Stellen trat heißes Wasser aus dem Erdboden. Im Westen des Landes bildete sich der große See Skjálftavatn, der Bebensee.

Ásbyrgi

Ásbyrgi

Ásbyrgi ist eine 3,8km breite Schlucht, die von bis zu 90m hohen steilen Felswänden umgeben ist und die Form eines Hufeisens aufweist. Die in der Schlucht liegende Felsinsel Eyjan liegt wie ein Keil in der Schlucht und ähnelt dem Strahl des Pferdehufes.

Der Talkessel ist ca. 6 km lang und mehrere hundert Meter breit und komplett mit Birken bewachsen. Einzig allein der kahlgeschlagene und grasbedeckte Campingplatz sört den Blick hinunter von den Felswänden bei guter Witterung bis zum Meer. Zur Entstehung der Schlucht Ásbyrgi gibt es zwei unterschidliche Theorien. Wärend die landnahmemänner davon ausgingen, daß Ásbyri der Hufabdruck des Pferdes Sleipnir von Odin sei, gehen heutige wissenschaftler etwas bodenständiger an die Entstehung heran. Ásbyrgi soll vor plattentektonischer Verschiebung der Platten ein bedeutender Wasserfall in der Jökulsá á Fjöllum gewesen sein. Durch Beben oder Vulkanausbrüche wurde der Fluß in ein anderes bachbett umgeleitet, Ásbyrgi fiel trocken und im Laufe der Zeit zum Canyon den wir heute kennen.

Im Informationsbüro am Eingang kann sich der besucher über mögliche Wanderungen in diesem Gebiet informieren.

Auch wir von Geysir werden hier wieder anschlißen und im laufe der Zeit Wandervorschläge veröffentlichen.

Von hier können zwei Routen eingeschlagen werden um zum Dettifoss zu gelangen. Route Nr. 1 führt zuerst zum Hljóðaklettar und dann weiter zum Westufer des Dettifoss:

Hljóðaklettar
Hljóðakletta

Hljóðakletta

Der Hljóðaklettar ist ein ehemaliger Vulkankrater am Ufer der Jökulsá. Die einzigartige Felsformation soll bei einer Eruption vor 8000 Jahren durch eine Magmaeruption entstanden sein. Hierbei soll die glühende Lava von einem Gletscherfluß überströmt worden und daher in diesen Blocklavaformationen erkaltet sein. Seit dieser zeit haben Wind- , wasser- und Sanderosion ihr übriges getan und zu ein verwirrendes Labyrinth aus Höhlen, Kliffs und Felsenburgen geschaffen. Der name Echofelsen rührt vom guten Echo in den Felsen her. Im Norden liegt der Krater Rauðhólar, ein Schlackekegel, der einen starken Kontrast zum grünen Grasbewuchs, des Tales indem Hlóðalettar liegt, bildet. Wandert man nach Norden am Fluß entlang, kommt man zur weiteren Sehenswürdigkeit, dem Karl und Kerling.

Der Trollmann und das Trollweib sind zwei allein im Flussbett stehende Felssäulen. Karl und Kerling sind hier von der Sonne überrascht und versteinert worden bevor sie sich in die sichere Höhle Tröllahellir retten konnten, die gleich hinter ihnen am anderen Flussufer liegt.

Dettifoss

Dettifoss

Pro Sekunde führt der Gletscherfluss hier eine Wassermenge von 212 Tonnen, die über eine Höhe von 44m fallen.
Die Jökulsá á Fjöllum die hier über die Bergkante in die tief eingegrabene Schlucht stürzt hat bereits einen langen Weg hinter sich.

Ihren Ursprung hat der Gletscherfluss im Vatnajökull im Süden Islands. Sie ist mit 206km der zweitlängste Fluss Islands und führt im milchig-grauen wasser enorme Mengen an Sand und Geröll mit sich. Auf diese Art hat sich der Fluss über Jahrtausende die tiefe Schlucht gegraben in die das Wasser dann hinabfällt und zum Meer hin abfließt. Der schroffe europäische Grand Canyon ist selbst bei schlechtem Wetter eindrucksvoll.

Grund für die Mächtigkeit des Dettifoss ist das unterschiedlich harte Gestein im Canyon. Die Wasser und Geröllmassen konnten dem harten Basaltgestein weniger anhaben wie weicherem Schotter- und Sandgestein, so dass die Stufen erhalten blieben, ja sogar im Laufe der Zeit noch mächtiger wurden.

Etwas oberhalb des Dettifoss befindet sich der kleine Sellfoss (10-15m hoch), unterhalb in der Schlucht der Hafragilsfoss (27m hoch). Hier fließen Jökulsá und Hafragilsá zusammen. Wandert man weiter flussabwärts so kommt man nach ca. 4km zu den Wasserfällen Rettarfoss und Vigabjarfoss.

Von Ásbyrgi zum Ostufer des Dettifoss

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.In Selfoss befindet sich die größte Molkereianlage Islands

.Mjólk er góður !

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