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Reisefühere Island

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Reiseführer

Der Osten

Von Egilsstaðir nach Grímsstaðir

Auf der N1 geht es weiter, jetzt Richtung Westen, am Uriðavatn vorbei entlang des 218m hohen Berges Hrafrafell und später über die Hróarstunga, einer sumpfigen Tiefebene mit vereinzelt kleinen Hügeln. Diese Landschaft geht dann langsam über in eine weite Hochebene namens Fljótadalsheiði. Schließlich überquert man den Gletscherfluss Jökulsá á Brú. Auch um diese Gegend hier ranken sich viele Geschichten. Ein großes schwarzes Ungeheuer soll hier einst (unter Zeugen!) den Fluss hinaufgeschwommen und einmal auf Grund gelaufen sein.

Nun führt die Straße durch ein schmales Tal, dem Hnefilsdalur hindurch, vorbei an dem kleinen Basalthügel Mælishóll, der dem Volksglauben nach ein Elfenwohnort ist.

Auf der Landzunge Goðanes an Jökulsá unterhalb der Mündung soll einst ein Göttertempel, der Thor gewidmet war, gestanden haben. Nicht weit davon entfernt findet sich ein Brunnen dessen Wasser durch seinen hohen Eisengehalt rötlich gefärbt ist. Früher hatten die Bauern den Eindruck, das Wasser würde nach Blut schmecken, so nannten sie den Brunnen auch Blóðkelda.

Der Weg führt dann weiter durch die Berge und über die Jökuldalsheiði.

Dieser Wegabschnitt führt durch die hügelige Hochebene, teils bewachsen, stellenweise sumpfig und sehr seenreich. Vor dem Askjaausbruch 1875 war hier oben die Heide recht dicht besiedelt, doch dann legte sich eine dichte Ascheschicht über die Weiden. Die meisten Bauernhöfe wurden aufgegeben, 1946 wurde auch der letzte Bauernhof verlassen.

Tal bei Möðruvellir -Schnee im Juni
Kirche in Möðruvellir-City

Dann führt der Weg weiter vorbei an den Hylaoklastit-bergrücken und über den Geitassandur und wieder bergab bis zum höchstgelegenen Bauernhof Möðruvellir, Hof und Kirche liegen mit 469m ü.M. nicht nur am höchsten sondern auch am abgelegensten. Ausser ausgedehneten Hochweiden ist Möðruvellir auch von der Aussicht her einen Halt wert. Bei gutem Wetter kann man hinüber zum Herðubreið, zum Dyngjufjöll und der Askja sowie zum Kverkfjöll im Norden sehen. Zur kurzen Einkehr ist auch das Cafe an der linken Straßenseite empfehlenswert.

Weiter geht es über den kurzen Paß Vegaskarð.
Er führt zwischen den zwei auffallenden Bergen Vegahnjúkur (783m) und dem Sauðahnjúkur (641m) hindurch. Das Tal ist sehr einsam, kaum bewachsen und nur ein einzelner Bauernhof, Viðidalur, liegt am Weg. Hier erhalten wir den Eindruck im isländischen Hochland zu sein. Hohe Berge säumen den Weg durch das Hochtal, der Grímsstaðakerling erreicht eine Höhe von 859m, gefolgt vom zweithöchsten Berg, dem Hólskerling mit 801m Höhe.

Dann erreichen wir, bei Grímsstaðir, die Abzweigung zum Dettifoss, diese Straße ist allerdings nur nach längerer guter Witterung einfach befahrbar.

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