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Von Stykkishólmur fahren
wir auf der 57 weiter, bis wir zur Abzweigung
Nr. 56 kommen. Der Kerlingaskarð ist ein
wunderschöner Bergpaß, der von der Nordseite
hinüber zur Südseite der Halbinsel führt. Er ist
bis zu 311m hoch und eingerahmt von
farbenprächtigen Bergen. Von der Passhöhe hat
man bei gutem Wetter eine tolle Aussicht über
den Breiðarfjörður und die umliegenden
Berge.
An der Kreuzung bei Hof
und Raststätte Vegamót biegen wir nach rechts
auf die Nr. 54 ab. Die Straße führt zwischen
Meeresküste und dem Snæfellsnessgebirge
hindurch. Markante Berge sind u.a. der
Tröllatindar mit 930m Höhe und einer Höhle in
der Felswand, durch den ein Gang durch den Berg
bis nach Öxarhamar führen soll und der
Elliðahamar, einem 864m hohen Berg mit steilen
Felswänden.
Eine weitere Attraktion
bietet der unscheinbar rechts der Straße
liegende Hof Ölkelda. Hier befindet sich eine
Mineralquelle.
Einer der geschichtlich
bedeutsamsten Orte der Halbinsel findet man beim
Pfarrhof Staðarstaður. Hier soll Ari Fróði, der
Gelehrte und Vater der isländischen
Geschichtsschreibung gewohnt haben. |


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In Lýsuhóll findet man,
außer einem Bauernhof, auch ein Thermalfreibad,
das durch die örtliche Mineralquelle gespeist
wird.
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Dann führt die Straße
durch ein weiteres Lavafeld, geflossen aus dem
Krater Rauðkúla. Aus dem Snæfellsness-Gebirgszug
stürzen, rechts der Straße, immer wieder kleine
Flüsse zu Tal, einer der schönsten Wasserfälle
ist der Bjarnarfoss, ein hoher Wasserfall, der
eine steile Felswand
hinunterstürzt. | Und
kurz darauf zweigt links die Stichstraße nach
Búðir ab. Exzellente Wandermöglichkeiten und
Ausritte zu Pferd bieten sich hier an. (Die
Gobbidigobb-Horseranch hat die Redakteurin dieser
Seiten zu einer Pferdenärrin gemacht - hier saß
sie zum ersten mal auf einem Pferderücken!).
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Wir fahren also nach
Buðir und fahren auf der Nr. 574 weiter. Wir
kommen am Hof Öxl vorbei, richtige
Schauergeschichten erzählt man sich hier.
Die früheren Bewohner
Axlar-Björn und seine Frau sollen hier 18
Reisende, die sie zur Übernachtung eingeladen
haben, umgebracht haben. Dafür fanden beide den
Tod ...noch immer sollen hier die Geister der
Toten ihr Unwesen treiben.... |
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Der Weg führt entlang der
Felswand Knarrarklettar, von der schon viele
Wandernde abgestürzt sind. Auf der Meerseite haben
wir das Hraunlandaríf, eine Muschelsandbank,
erreicht. Die dort angesiedlten Bauernhöfe
Stóri-Kambur und Litli-Kambur sind auch schon in
der Sagazeit bewohnt worden. Überhaupt ist die
ganze Gegend historisch bedeutend.
Für Reisende die Ende des
Sommers nach Island fahren, bietet sich kurze Zeit
später ein kleiner Leckerbissen. Die Schlucht
Rauðfeldargjá ist nur Ende des Sommers begehbar.
Dort fällt der Bach Sleggjubeina in eine tiefe,
fast kreisförmige Schlucht (wasserdichte Schuhe
sind allerdings erforderlich).
Wenige Kilometer weiter
schließt sich die Klifhraun, ein Lavafeld im
Norden und Osten von Stapafell an, das in steilen
Hängen, den Sölvahamar, am Meer endet. Gegenüber
befindet sich, im Berghang, die Höhle Sönghellir,
die für ein besonders gutes Echo bekannt, aber
schwer zu finden ist. Hinter dem Berg Stapafell
liegt dann die kleine Ortschaft Arnarstapi. Ach
ja, sollten wir nicht auch den Berg erwähnen, der
der Halbinsel seinen Namen verpasst hat und von
fast überall gesehen werden kann? Der wohl
bekannteste Vulkan Islands, der Snæfellsjökull
überragt alle Berge des Gebirgszuges. Gleich
hinter dem kleinen Paß, hinter Arnarstapi, liegt
linkerhand der kleine See Báðarlaug. Hier soll der
erste Siedler der Halbinsel, Bárður Snæfellsás,
gebadet haben. Nicht weit davon entfernt liegt der
kleine Friedhof und die Kirche Hleinavör. Hier
wurde Guðrún Þjórbarnardóttir geboren, die den
ersten isländischen Siedler, die in Amerika
gebar.
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Die Straße führt hier
nah an der Küste entlang und häufig trifft man
auf hohe Klippen, wie die bei Svalþúfa.
Interesante Gebiete
finden sich auch an der Küste. Bei Langdrangar
stehen zwei große Felszinnen im Meer. Hier
nisten zahlreiche Vögel.
Dann ist bei Málarrif
und dessen Leuchtturm, der südlichste Punkt der
Insel erreicht. Wer möchte kann hier einen
Abstecher zum ehemaligen Fischerdorf Djúpalón an
der Drítvík machen. Auch hier läd ein schöner,
etwas versteckter, einsamer Sandstrand, zum
Sonnenbad ein.
Die nächste
Sehenswürdigkeit lässt nicht lange auf sich
warten, Hólarhólar - der befahrbare Vulkankrater
ist erreicht. Wie ein übernatürliches
Amphitheater wirkt der nach einer Seite offene
Ringwallkrater unweit der
Straße. |
Auch bei Beruvík findet
man heute nur noch Reste verlassener
Fischerhütten, an einem einsamen Strand. Und dann
ist die westlichste Spitze Islands erreicht.
Öndverðaness, früher ein Groß-Gehöft mit Kirche,
heute nur noch ein Leuchtturm, der den Schiffen
den Weg weist.
Auf dem Weg nach
Hellissandur kommt man immer wieder an Ruinen
vorbei, die aus der Zeit der irischen Mönche
stammen. So haben kurz vor Gufuskálar, in der
Presthraun, einem weiteren Lavafeld, am Meer ein
weiterer irischer Brunnen und eine irische Kirche
gestanden. Auch am Hang des Snæfellsjökull sind
zahlreiche Vulkankrater, Täler und Wasserfälle
sehenswert...Dem Umfang halber verzichten wir -
für den Moment - auf genaue Detailbeschreibungen.
Wanderroutenbeschreibungen sind in Arbeit.
Kurz vor der Ortschaft Rif
fährt man, nahe an den Vogelklippen von
Keflavíkurbjarg, vorbei. Am Fuße der Klippen
entspringt die Quelle Balavatn, die von einem
Bischoff geweiht wurde, weil sie Heilkräfte
besitzen soll.
Die nächste Ortschaft
Ólafsvík ist das größte Fischerei- und
Handelszentrum der Halbinsel am Fuße des
Snæfellsjökull.
Über den Paß Fróðárheiði,
können wir jetzt wieder hinüber nach Búðir fahren.
Die andere Möglichkeit die Halbinsel zu verlassen,
ist, auf der Str. Nr. 57, weiter an der Nordküste
entlang, zu fahren. Der Blick fällt auf das steil
zum Meer hin abfallende Kap Búlandshöfði mit
seinen nackten Felswänden und Geröllhängen. Auf
dem schmalen Küstenstreifen geht es am Fuß des
Berges entlang bis zur Lagune Lárvaðall. Hier gibt
es schon wieder einen Blickfang, den markanten
Berg Kirkjufell, das Wahrzeichen von
Grundarfjörður, der nächsten Ortschaft. Südlich
des Ortes, steht die majestätische schneebedeckte
Gipfelreihe Helgrindur mit 988m Höhe. An der
Abzweigung geht links die Str. Nr. 576 ab, sie
führt auf eine kleine Halbinsel mit den imposanten
Bergen Klakkur und Eyrarfjall. Hier befand sich
einst ein Leprahospital. Nun fahren wir entlang
des kleinen Fjordes Kolgrafarfjörður und
erreichen, kurz nach der Brücke über den engen
Hraunsfjörður, die Berserkjahraun.
Über die Helgafellsveit
erreichen wir wieder den Álftafjörður und fahren
jetzt auf dem Anfahrtsweg zurück, bis wir bei
Bílduhóll die Abzweigung Nr. 55 erwischen. Nun
fahren wir durch das Heydalur, einer niedrigen
Talsenke, die sogar im Winter schneefrei ist, über
den Gebirgszug der Snæafellsness. Obwohl die
Strecke nicht sehr anspruchsvoll ist, kann man
hier die Natur Islands genießen. Das Hnappadal,
das wir durchfahren, ist weit und von vielen
Lavafeldern durchzogen. Meherere Forellenseen, der
Hlíðarvatn und der Oddastaðavatn unterbrechen das
spärlich bewachsene Lavafeld. Die Lava der
Gullborgarhraun floss aus dem Krater Gullborg. In
ihr liegen viele versteckte Höhlen. Am
bekanntesten dürfte die Gullborgarhellir sein. Sie
gilt als die schönste der Lavahöhlen Islands und
steht unter Naturschutz. Immer wieder werden hier
neue Höhlen entdeckt. Nun passiert die Straße den
Krater Rauðháls und trifft beim Hof Kolbeinsstaðir
auf die Str. Nr. 54. Dort biegen wir nach links
und blicken dabei auf den bekannten Krater
Eldborg. Das sich anschließende Lavafeld
Barnarbogarhraun auf der rechten Seite, entstand
bei dem Ausbruch des Kraters Barnarborg, inmitten
des Feldes. Dann überqueren wir den Lachsfluss
Hvítará, der gleich unterhalb der Brücke einen
kleinen Wasserfall bildet. Nun führt der Weg über
eine weite Graslandschaft, die von zahlreichen
Lachsflüssen durchzogen ist und auf der noch viele
Bauernhöfe aus der Sagazeit stehen. Kurz vor dem
Ortseingang von Borganes führt eine Stichstraße
zum historischen Siedlungshof Borg á Mýrum. Hier
wohnte Egill aus der gleichnamigen Saga und seine
Nachfahren, auch Snorri Sturluson zählte zu ihnen.
Die Skulptur "Sonatorrek" stellt Egill mit seinem
toten Sohn dar und wurde von Ásmundur Sveinsson
erschaffen.
Wir bleiben auf der N1 und
erreichen bei Svignaskarð einen historischen
Bauernhof, heute ist dort eine Ferienhauskolonie
angesiedelt.
Dann haben wir Borganes
erreicht. |