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Die Westmännerinseln
setzen sich aus einer ganzen Reihe von kleinen
Inselchen (insgesamt 15) zusammen. Davon ist nur
eine Insel bewohnt, die Insel Heimaey. Alle Inseln
sind vulkanischen Ursprungs. Davon zeugen die
hohen aus Basalt bestehenden Klippen in denen
zahlreiche Vogelarten nisten.
Die älteste der Inseln ist
vor ca. 10000Jahren entstanden. Unterirdische
Eruptionen im Bereich des Mittelatlantischen
Rückens sorgen auch heute noch für die
Veränderungen an der Meeresoberfläche. Zuletzt
entstand bei einem solchen 6 Jahre andauernden
Ausbruch die Insel Surtsey im Jahre 1963.
10Jahre später, 1973,
hielt die ganze Welt - oder zumindest Europa -
erneut den Atem an, als der Vulkan Eldfell auf der
bewohnetn Insel Heimaey begann feuer zu spucken.
Das Schauspiel begann ohne Vorwarnung mitten in
der Nacht und nur einem Sturm war es zu verdanken
dass keiner der Insulaner der Lava zum Opfer fiel.
Durch den Sturm waren alle Fischerboote im hafen,
sodaß die Insel innerhaln weniger Stunden komplett
evakuiert werden konnte. 400 der insgesamt 1200
Häuser wurden bei dem Ausbruch unter Lava und
Asche begraben.
Delikatesse auf den
Westmännerinseln
sind übrigens die
Lundis, die sehr
zahlreich auf den Inseln
nisten und im Herbst
beim "Lundaveiðar",
dem
Papgeierntaucher-Angeln,
mit einer Art
Schmetterlingskäscher
gefangen werden und im
Verlauf des Jahres im
Kochtopf der Bewohner
und Touristen landen.
Ihr Fleisch schmeckt
ahnlich wie
Hühnchenfleisch.
Im Frühjahr stehen die Lundis
unter Schutz. Bei den Kindern ist es Brauch in der
"Nacht", solange man im Sommer von Nacht reden
kann, die Jungvögel, die sich auf Ihrem Weg ins
Meer in den beleuteten Ort verirren, zu fangen und
bei Tage am Meer wieder in die Freiheit zu
entlassen.
In Heimaey leben die
Bewohner ebenfalls vom Fischfang und der
fischverarbeitenden Industrie. Hier werden knapp
10% des gesamten Fisches Islands gefangen. Seit
wenigen jahren ist die Inselgruppe um eine weitere
Atraktion reicher, der berühmte Filmwal Keiko -
bekannt aus "Free Willy", lebt nach seiner
Entlassung in die Freiheit(?)aus den
Meeresaquarien der Usa, in den Gewässern seiner
Herkunft. Keiko wurde vor knapp 20 Jahren in den
Gewässern vor Island gefangen und anschliessend
nach Amerika gebracht.
Die Insel Heimaey
Bei Ankunft mit dem
Flieger ist es möglich eine Busrundfahrt über die
Insel zu machen. Ein deutscher Lehrer lebt und
arbeitet übrigens auf der Insel und führt auch
Touristen. Die Busfahrt lohnt sich.
Wichtige Punkte der Insel
sind ua. der Leuchtturm bei Stórhöfði, der 203 m
hohe bewanderbare Vulkan Eldfell, aus dem das
Lavafeld Ofanleitishraun floss und das
Herjólfsdalur. Das Tal des Hjörleifur ist ein
offener Talkessel in dem sich auch ein Golfplatz
befindet, der von den bewohnern gleichermassen wie
von den golfenden Touristen gerne benutzt wird und
ein einmaliges Erlebnis ist. Am ersten
Augustwochenende findet in diesem Tal auch
jährlich ein großes Festival statt, zu dem auch
die Festlandsisländer anreisen. Auch die
Inselbewohner fiebern diesem großen Volksfest
entgegen an dem gesungen, getanzt und natürlich
auch viel getrunken wird. Ein Erlebnis für
Jedermann!
Bei einer Bootasfahrt wird
die Höhlenwelt der Vestmannaeyjar erkundet, Glück
hat, wer bei klarer Sicht die Insel Surtsey im
meer liegen sieht die durch ihre flache Landzunge
wie der Rücken einer Maus aussieht. Die Insel
selbst steht unter Naturschutz und darf von
"Sterblichen" nicht betreten werden. Forscher
überwachen auf ihr die ansiedlung neuer
Pflanzenarten und die Folgen der Erosion.
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