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Reisefühere Island

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Reiseführer

Der Süden

Entlang des Vatnajökulls bis nach Höfn

Von nun ab führt die Straße dicht am Gletscher und dessen Gletscherzungen entlang bis die kleine Gemeinde Hof erreicht ist.

Kirche bei Hof

Hier befindet sich die kleine Torfkirche aus dem Jahre 1883 die in der Obhut des Nationalmuseums in Reykjavík steht. Westlich davon wurden die Ruinen des Hofes Gröf ausgegraben, der bei einem Ausbruch des Öræfajökull komplett von Asche bedeckt wurde.

Von hier führt eine Jeeppiste (Nr. 988) zum Ingólfshöfði, einem Felsplateau in der Sanderfläche, knapp 10km südlich von Fagurhólsmýri. Mit 76m Höhe war der Berg, damals noch im Meer, der erste Siedlungsort von Ingólfur Arnarson als er in Island anlandete. Heute erinnert ein Leuchtturm daran.In seinen Klippen brüten Lundis, Eissturmvögel und Trottellummen.

Gleich links neben der Straße liegen die Bauernhöfe Hnappavellir, deren Bauweise charakteristisch für diesen Abschnitt "Öræfi" der Südküste ist. Über dem Hof tront der Öræfajökull auf dem gleichnamigen Schichtvulkan. In vergangegenen Zeiten ist dieser Vulkan zweimal ausgebrochen (1362 und 1727). Der erste Ausbruch im 14.Jahrhundert hatte durch viele Gletscherläufe und Ascheregen verheerende Folgen. Der damals noch Hnappafellsjökull genannte Vulkan vernichtete 40 Bauernhöfe. Die heute wieder grüne Gegend verwandelte sich in eine Wüste isl. "Öræfi", der Vulkan erhielt damals seinen heutigen Namen.

Dann führt uns der Weg über den Breiðamerkursandur, einer Sandebene im Schwemmland der Gletscherzungen und Gletscherflüsse derVatnajökull. Hier findet der Wanderer nur vereinzelt Bewuchs. Dafür kann er aber am häufigsten Bekanntschaft mit der isländischen Raubmöwe - der Skúa - machen.

Hier auf dem Sander hat diese große Arktische Möwe ihr Hauptbrutgebiet. Skúas sind recht angriffslustig wenn man ihrem Gelege zu nahe kommt, allerdings ist die Gefahr von einer Seemöwe gepieckst zu werden, laut unserer Redakteurin, westentlich höher....

Skúa
Der Sander wird ungefähr in seiner Mitte von einem großen Gletscherfluß durchbrochen, den wir auf einer langen Brücke überqueren. Gleich hinter der Brücke gibt es den Abzweig zum großen Jökulsárlón, einer Gletscherlagune. (Entlang des vatnajökulls trifft man immer wieder auf Gletscherlagunen, der Jökulsárlón ist aber der Bedeutenste).

Der weitere Weg entlang des Vatnajökulls auf der Ringstraße ist eine einzige Augenweide. Hier scheint Island nur Grün und Weiß zu sein, auf den Hängen bis hinaus zum Meer entdeckt der Besucher saftige grüne Wiesen und darüber thronende Berghänge mit weißer Kappe. Grund dafür ist der Regenreichtum der Region. Durch die Winde und Kälte vom Vatnajökull und der Nähe zum Meer bilden sich hier häufig Wolken aus denen es häufiger regnet als anderswo in der Region. Der Gletscher macht gutes Wetter aber auch sehr beständig, so dass hier ideale Bedingungen für die Weidewirtschaft vorliegen.

Kurz nach der Jugendherberge Vagnstaðir führt die N1 dicht an einer der vielen Lagunen am Meer vorbei. Die Lagune Hestgerðislón reicht vom Meer bis fast zum Berg Borgarhafnarfjall heran und auf der vom Meer abgewandten Seite zeigen sich immer wieder Gletscherzungen. Besonders eindrucksvoll ist das Tal Kálfafellsdalur, hier streckt sich ein steiler Gletscherfall (Brókarjökull) bis zum Talboden. Die Gletscherflüsse durchfurchen das Grasland und führen v.a. im Frühsommer hohe Wassermengen aus den tief eingekerbten Tälern. Besonders wasserreich ist der stark verzweigte Fluß Kolgríma am östlichsten Bauernhof der Gemeinde Skálafell.

 

Die Hornarfjarðarfljót gehört ebenfalls zu einem der wassereichsten Gletscherflüsse der Region, sie entspringt im Hoffellsjökull, breitet sich im flachen Unterland aus und mündet in zahlreichen Armen in der Lagune Hornarfjörður.

Weidewirtschaft

Skeiðarásandur

Kurz vor dem Hof Krossbær geht eine kleine Straße ab zum historischen Siedlungshof Hoffell. Ganz in der nähe liegt die sagenumwobene Wohnstätte der Götter Goðaborg. Der Sage nach soll ein Hirte hier auf der Suche nach seinen Schafen an einem Tor in Goðaborg auf einen grauen Stier getroffen sein. Als der Hirte wieder hinab auf die Heide kam, waren anstelle des Laubs in seinen Schuhen, Goldmünzen darin.

Auch auf dem Ketilaugarfjall, der wenig später links neben der Straße liegt, soll einst die Frau des Bauern Skeggi mit einem Kessel voller Gold verschwunden sein.

Nun gelangen wir durch eine kleine Siedlung, Nesjahverfi, mit ca. 120 Einwohnern. Hier befindet sich neben einer Schule und einem Gemeindezentrum auch ein Flugplatz und ein für diese kleine Region recht großes Pferdezentrum mit Passbahn. Auf dem Hof Árnanes können jederzeit Ausritte gebucht werden (am besten wohnt man auch da, denn zum Frühstück gibt es leckere Skonsur).

alter Torfstall
Eingekeilt zwischen den Lagunen Hornarfjörður und Skarðsfjörður liegt die gemütliche Stadt Höfn, erreichbar über die Zufahrtsstraße Nr. 99.

Vesturhorn

Von hier aus können schöne Wanderungen zum nahegelegenen Vesturhorn unternommen werden. Der Weg dorthin führt zuerst durch die fruchtbare Ebene Nes und dann auf einer Piste entlang des 888m hohen Klifatindur bis zur Natostation Stokksnes.

Auch im Sommer leben hier freilaufende Herden von Islandpferden und ab und zu kann man auch Seehunde sehen.

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.Mjólk er góður !

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