|
Die N1 führt über einen
schmalen Pass, den Almannaskarð hinüber zur
Papafjörður. Unterhalb des Brunnhorn befand sich
einst der Handelplatz Papós, südlich davon
findet der aufmerksame Besucher noch Ruinen aus
der Zeit irischer Mönche, die Papatættur.
Eine besonderheit weist
auch der Hof Syðrifjörður auf. In den
Wintermonaten (September bis März) schafft es
die Sonne nicht mehr über den Berg hinüber, so
dass der Hof in diesen Monaten die Sonne nicht
sehen kann.
Der Weg führt durch das
den ehemaligen Hof Þórisdalur umgebene Land,
durchzogen ist dieses von zahlreichen Armen der
Gletscherflüsse. Als mächtigster Fluss aus dem
Vatnajökull durchzieht hier die Jökulsá á Lóni
das Tal. |

|
Die N1 überbrückt das
Flussbett kurz vor dem historischen Bauern- und
Pfarrhof (bis 1920) Stafafell. An der Abzweigung
zum historischen Hof Bær, steht eine Windrose. Von
hier kann man zu den Gipfeln des Vatnajökull auf
der Ostseite blicken, dabei ist der
Jökulgilstindur mit seinen 1313m der höchste Berg
auf dieser Seite. Seine Gletscherzunge reicht bis
hinunter ins Tal Jökulgil.
Die östlichste Region Lón
wird durch das Eystrahorn begrenzt. Ein schmales
langgezogenes Sandriff schützt die Bucht Lónsvík
vor der Meeresbrandung.
Unterhalb des Eystrahorns
liegt der alte verlassene Bauernhof Hvalnes. Hier
wurde der Film" Das wiedergefundene Paradies" nach
dem Roman von Nobelpreisträger Halldor Laxness
gedreht. Die Ringstraße führt jetzt weiter durch
die steinschlaggefährdeten Geröllhänge des
Hvalnesskriður.
Am Álftafjörður, dem
südlichsten Fjord der Ostfjorde entlang, führt die
Straße vorbei an dem historischen Bauern- und
Pfarrhof Hof im Hofdalur. Dort wo heute grüner
Birkenbuschwald wächst, sollen in der Sagazeit 9
schwarzgekleidete Reiterrinnen den Sohn des Goden
Síðu-Hallur getötet haben. Gedeutet wurde dies als
Zeichen des bevorstehenden Glaubenswechsels des
Goden zum Christentum im Jahre 997. Hallur taufte
alle seine Angehörigen im Fluss Þvottá.
Wer Zeit mitgebracht hat
und auch einen langen Wanderweg nicht scheut, kann
ins benachbarte tal Geithellnadalur wandern. Das
tal besticht durch seine Enge und den hochempor
ragenden Bergen. Über zahlreiche Wasserfälle und
Schluchten stürzt der Fluss Geithellnaá hinab ins
Tal.
Bei der Melrakkanesós
scharen sich im Sommer hunderte von Singschwänen,
vermutlich haben dieses dem Fjord seinen Namen
gegeben.
Von nun an führt die
Ringstraße entlang des Meeres, von Fjord zu Fjord
und von Tal zu Tal. Der erste Fjord nach dem
Álftafjord ist der Hamarsfjord, ein kurzer flacher
Fjord in dem die Schärengruppe Þvottáreyar liegt.
Die größte Insel im Fjord ist die Insel Papey.
Ehemals gab es auf ihr ein Großgehöft. Heute ist
die Insel jedoch nicht mehr besiedelt. Der Name
der Insel deutet darauf hin, dass bereits in der
Besiedlungszeit irische Mönche auf der Insel
gelebt haben. |