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Von Reykjavík
aus kommend fahren wir
auf der Ringstraße
der Nr1 nach
Südosten Richtung
Hveragerði. Kurz
nach passieren der
Stadtgrenze fahren wir
an einem kleinen flachen
Grundwassersee, dem
Rauðavatn vorbei. Im
vergangenen 19.
Jahrhundert wurde hier
mit Zwergkiefern
aufgeforstet. Ein
kleines
Kiefernwäldchen ist
zu sehen. Auffallend ist
auch hier die Farbe der
Umgebung. Rote Schlacke
färbt die erde und
die vielen Pseudokrater
rot. Leider hat die
Stadt früher den
roten Sand abgebaut und
für den
Straßenbau
verwendet. Um die
Schlackekegel nicht dem
Erdboden gleich zu
machen steht das Gebiet
heute unter
Naturschutz.
Ein weiterer
auffallender Begleiter
isländischer
Geologie sind die
zahlreichen Hornitos,
die kleinen Trollkinder
(isl.
Tröllabörnin).
Sie entstanden durch das
Entweichen der Gase in
der oberflächlich
abgekühlten
Lava.
Östlich der
Straße ist eine
Bergkette zu erkennen.
Hier handelt es sich um
den bei den
Reykjavíkern sehr
beliebten
Bláfjöll,
die blauen Berge
Reykjavíks.
Kurz nach der
Abzweigung zum
Bláfjöll
fährt man durch
eine etwas sandige
Ebene. Hier befand sich
einmal ein See, der
Seeboden ist heute
bereits teilweise
bepflanzt.
Abstecher
über den
Bláfjallavegur
Gleich
gegenüber des
Bláfjöll
befindet sich ein hoher
Tafelberg namens
Vífilsfell, auf
ihm steht eine Windrose
und wer den Aufstieg auf
den 655m hohen Berg
nicht scheut, kann einen
schönen Ausblick
auf die umliegenden
Berge
genießen.
Als nächstes
durchfahren wir die
Svínahraun, ein
ca. 5000 Jahre altes
Lavafeld. Jedoch kann
man auf diesem auch
Lavaflüsse aus
jüngerer
Besiedlungszeit
vermutlich zur Zeit der
Christianisierung
sehen.
An der
Raststätte
Hveradalir befindet sich
ein Geothermalgebiet.
Links der Straße
blickt man auf die 800m
hohe Berggruppe des
Hengill. Auch sie
besteht aus
Hyaloklastit. Der
Hengill selbst ist ein
Zentralvulkan und liegt
in einem
Geothermalgebiet.
Westlich unter der
steilen
Felsabbrüche liegt
das kleine Tal
Marardalur, das Tal ist
von drei Seiten von
steilen Felswänden
umgeben und wurde
früher zur
Rinderhaltung als Weide
benutzt, indem die
Eingangsfront
verschlossen wurde.
Unser Weg führt
uns nun weiter über
Lavafelder, vereinzelt
werden diese von kleinen
Grasflächen
durchbrochen. Weiden
sind hier allerdings
Mangelware. Das
größte
Lavafeld durch das der
Weg führt, ist das
Hochplateau der
Hellisheiði. Dort
finden geologisch
interessierte
Lavaflüsse
unterschiedlichen Alters
die mittlerweile mit
Moos bewachsen sind.
Zahlreiche Reitpfade auf
der Hellisheiði
deuten darauf, dass hier
schon in früherer
Zeit ein bedeutender
Handelsweg vorbei
führte. Kurz bevor
es jetzt das Hochplateau
wieder hinunter geht,
sollte man bei gutem
Wetter auf dem neu
geschaffenen Rastplatz
"Kambar" anhalten und
die grandiose Aussicht
über
Hveragerði, das
Geothermalgebiet, die
grünen Wiesen und
das Meer geniesen. Bei
guter Sicht erkennt man
am Horizont sogar die
Westmännerinseln.
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