Reiseinformationen
rund um Island
Radfahren in Island
Ausrüstung für
Langstreckenreisen durch Island
Bei Radtouren durch Island
muß man in erster Linie den
eigenen Reparaturkenntnissen
vertrauen können. Allzu oft
treten Radler Langstreckenreisen
an und vertrauen dabei auf ihr
Glück. Damit kommt man
jedoch nicht weit, da Mensch und
Rad auf den groben
Bergstraßen sehr
beansprucht werden. Wenn mehrere
zusammen unterwegs sind, sollte
das Werkzeug unten die Fahrer
verteilt werden, so daß
jede mögliche Panne behoben
werden kann.
In den meisten Fällen
genügt folgendes Werkzeug:
Luftpumpe,
Victorinox-Taschenmesser,
Reifenheber oder Montierhebel,
Demontagegeräte für
Ritzel, Gabelschlüssel oder
Engländer (0-20 mm),
Imbusschlüssel und passender
Speichennippelspanner,
Ersatzhaken für Packtaschen,
Befestigungsschlaufen für
Packtaschen,
Imbusgewindeschrauben in
passender Größe,
Kettennieter, Schlauchklemme,
Kurbelabzieher, Kettenöl und
Lappen zum Putzen, dazu
Nähnadel und starker Zwirn
sind bei Langstreckenfahrten
durchs Hochland ebenfalls
notwendig.
Nicht zu vergessen sind
Ersatzteile; dazu gehören:
Flicken und Schlauch, Schalt- und
Bremszug, Kettenglieder, 4
Bremsklötze und ca. 6
passende Speichen mit Nippeln.
Ersatzreifen (Faltreifen) sind
ebenfalls unverzichtbar.
Vorbeugung bewährt sich
jedoch am besten. Der Radfahrer
sollte sich mit seinem Rad
vertraut machen, bevor er zu
einer Reise aufbricht. Bei
täglicher Kontrolle des
Rades beugt man vielen Pannen
vor. Tretlager sind empfindlich
und müssen, wenn sie sich
lockern, sofort nachgezogen
werden. Darauf achten, daß
sie immer gut geschmiert
sind.
Flüsse zu durchqueren ist
ein Wagnis - am besten durchwatet
man sie mit geschultertem
Rad.
Auf Island taugen nur sehr
starke Gepäckträger;
allzu oft schon haben Radler sich
mit gebrochenem
Gepäckträger im
Hochland wiedergefunden.
Desgleichen müssen die
Packtaschen von erster
Qualität sein, stark und
wasserdicht. Alle Nähte
müssen doppelt und am besten
geschweißt sein. Haken und
Schlaufen müssen ebenfalls
die rauhe Behandlung auf den
Bergstraßen aushalten. Es
ist nicht zu vergessen, daß
der größte Teil des
isländischen Wegenetzes
nicht asphaltiert ist.
Auf Island bewähren sich
auch nur starke Zelte mit hoher
Windstabilität; dabei sind
Vorzelt und wasserdichter Boden
unabdingbar. Schlafsäcke
müssen für mindestens
-5°C gekennzeichnet sein,
wenn sie für
isländische
Verhältnisse im Sommer
taugen sollen. Wer im Zelt
schläft, wird die
Qualitäten einer
Isoliermatte zu schätzen
wissen.
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