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Das Highlight des Monats Februar 2001
Usako & Kousa waren wieder in
Reykjavík, um dort den Sysvester 2000/2001
zu feiern. Hier ist ein kleiner Bericht über
ihren einwöchigen Aufenthalt...
Reykjavík ohne Schnee
Frohes neues Jahrhundert, Ihr Alle!
Nachdem wir den letzten Sylvester hier mit
unseren isländischen FreundInnen gefeiert
hatten, mussten wir dieses Jahr unbedingt wieder
zurückkommen. Wir sind am 28. angekommen, am
29. haben wir Lebensmittel und Drinks fürs
Wochenende eingekauft, und dann am Abend waren wir
besoffen, mit Hilmar, Ragna und Eysteinn, so
daß wir am 30. fast den ganzen Tag im Bett
bleiben mussten. Als wir am 31. endlich wieder
aufgestanden waren, war es schon fast soweit
für die Sylvester-Feier...
Falls Ihr auch plant, zum Sylvester nach Island
zu fahren, hier ist eine Warnung: wir haben einige
Touristen gesehen, die, was wir letztes Jahr auch
beobachtet hatten, früh abends am 31. auf der
Strasse umliefen und vergeblich irgendwelche
Aktion, irgendwelche nette Kneipen - oder
überhaupt Kneipen. die auf hatten - suchteten.
Manche würdern uns fragen, ob wir ihnen sagen
könnten, wo es nette Bars gibt, und man
könnte ihnen nur sagen: "tja, sie sind alle
zu, die Hotel-Bars ist das einzige, was jetzt noch
aufhat..." Ja, wir nehmen an, dass immer mehr Leute
aus dem Ausland hierhin kommen, mit der Erwartung,
die Spektakuläre Feuerwerke und die wilde
Feier mitzuerleben, und nicht wissen, dass hier
Sylvester oder mindestens der erste Teil des Abends
hauptsächlich privat unter Freunden und
Famlien gefeiert wird. Alle Läden,
Supermärkte inbegrifffen, die normalerweise
bis spät nachts geöffnet sind, sowie die
staatlichen Alkohol-Läden, machen am 31.12.
schon gegen 14 Uhr zu, und spät nachmittags
machen die Bars und Restaurants auch langsam zu.
Früh abends dann sind die Hauptstraßen
Reykjavíks verlassen, nur man sieht nur die
besagten Touristen, die wie verlorene Geister
umherwandern. Viele Bars machen nach 0 Uhr wieder
auf, aber bis dahin - wie gesagt - sind nur Hotels
da, um Leute ohne Privatparty-Einladung zu
bedienen.
Oh, und dieses Jahr, als wir in der Stadt
ankamen, hatten wir das Gefühl, etwas stimmte
nicht. Wir wussten nicht genau was, bis unser
Taxifahrer sagte: "Sie haben bemerkt, dass wir
dieses Jahr kein Schnee haben?" Es hatte kurz vor
Weinachten ein bißchen geschneit, wurde uns
gesagt, aber ansonsten gar nicht diesen Winter.
Dafür war es absolut eiskalt - wir haben
während unseres Aufenthalts Temperaturen von
-10C oder noch niedriger erfahren, was (zumindest
in diesem Teil des Landes) sehr ungewöhnlich
ist.
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Zwei Puppen auf dem
Heizungskörper bei Alma. Es sind
Gryla und Leppaludi, die Mutter und der
Vater der 13 Weinachtsmännchen. (Ja,
in Island haben sie nicht nur einen Santa
Klaus sondern 13 Weinachtsmännchen,
die jeden Tag ab 24. 12. einzeln zu Besuch
kommen, nicht um dir Geschenke zu bringen,
sondern um dir Ärger in verschiedenen
Formen zu bereiten!)
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Anyway, wir waren dieses Jahr
bei Alma, zum Dinner mit unseren vertrauten
FreundInnen, Bibbi, Alma, Gretár,
Irís, Einar & Co. Wir aßen
verschiedene, sehr leckere Delikatessen (darunter
viele vegetarische Gerichte, sowie Sushi - ein
neuer Trend in Island), quatschten, und hörten
Musik.
Um 22:30 gibt es eine
TV-Sendung, die alle (und wir meinen absolut alle)
in Island gucken: "Áramótaskaupid
(Lustiger Jahreswechsel)", ein satirischer Blick
auf Ereignisse des Jahres. Dieses Jahr war die
Parodie vom Film "Dancer In The Dark" (und zwar von
der Szene auf der Bahnbrücke - nachgestellt
auf einer kleiner Strasse auf dem Land, da es in
Island keine Eisenbahn gibt!) absoluter Hit! Die
Sendung endet um 23:30, und da hat man gerade Zeit
genug, sich zum Feuerwerk um Mitternacht
fertigzumachen und draußen zu gehen.
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Usako & Kousa gucken Bibbi
erwartend zu, während er die
Magnum-Flasche Heineken(!) aufmacht und
Gretár ängstlich
beobachtet.
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Wir liefen, mit Flaschen
Champagner in Hand, ein paar Blocks bergauf zur
Hallgrímskirkja, der Kirche, die am
Mittelpunkt von Reykjavík liegt. Dies ist -
wahrscheinlich deswegen, weil man von hier einen
guten Blick über die ganze Stadt hat - ein
sehr beliebter Ort zum Sylvester-Feiern. Inzwischen
hatte es endlich wieder angefangen zu schneien, so
die Atmosphäre war richtig. Der Platz vor der
Kirche war genau so voll wie letztes Jahr, aber wir
hatten das Gefühl, daß dieses Jahr noch
mehr Feuerwerk abgefeuert wurde. Wir fanden eine
kleine Ecke, wo wir stehen und das alles anschauen
konnten, aber Sekunden später haben wir
gesehen, dass einer direkt neben uns einen
Riesenblock Feuerwerk anzündete, und wir
flohen schreiend zur anderen Seite der Strasse -
nur um dann festzustellen, dass auch hier gerade
ein Riesen-Feuerwerk losgelassen wurde! Der Himmel,
total gefüllt mit Feuerwerk in verschiedenen
Farben, bot einen wunderschöner Anblick. Und
das Geräusch, und der intensive Geruch von
Feuerwerk...!
Um 0:15 war es schon vorbei
(na, nicht ganz vorbei, aber es war viel ruhiger
geworden), und wir gingen wieder zu Almas Wohnung,
wo noch einige Gäste erwartet wurden, und wir
haben bis in die Morgenstunden weiter gefeiert.
Überall in der Stadt feiern viele Leute immer
bis zum nächsten Morgen, aber wir gingen schon
um 5 Uhr nach Hause. Auf dem Weg waren die Strassen
wieder voll, von jüngeren Leuten, unterwegs
von einer Party zur anderen...
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Am letzten Sylvester Nachmittag
war Bibbi in stürmischem
Schnee-Wetter stundenlang unterwegs, um
dieses Plakat über die ganze Stadt zu
verteilen. (Nicht das Plakat mit der Frau,
sondern das Kleine, Weiß drauf!) Das
anonyme Plakat gab das Kommen des neuen
"Bibblanium" bekannt. Und dieses Jahr hat
er die übrigbleibenden Examplare
wieder überall hingehängt, um
die Leute ans Bibblanium zu erinnern...
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Nach so intensivem Feiern
steht natürlich keiner am 1. Januar auf, und
wir blieben auch den ganzen Tag im Bett. Am 2. ging
Akiko dann schwimmen, in einem von vielen
Außenbädern. Alle Schwimmbäder in
Island sind mit warmem Quellwasser gefüllt,
und es ist immer sehr erfrischend, darin zu
schwimmen, besonders in kaltem Winter-Wetter. Es
war ein extrem kalter und windiger Tag, und das
machte das Schwimmen um so mehr Spass. Am 3. war
alles wieder normal, alle gingen zurück zur
Arbeit und alle Läden waren wieder
geöffnet. Am nächsten Tag waren wir schon
auf dem Weg zurück nach Berlin, entschlossen,
daß wir nächstes Jahr doch länger
bleiben müssen...
liebe Grüße,
Usako&Kousa + Akiko
Hada
Usako
& Kousa's Neujahr-Bericht vom 2000 (nur in
englischer Sprache)
Zur
Homepage von Usako, Kousa & Akiko
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